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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)presseartikel → 29. 10. 1999
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29. 10. 1999

Hug, Gertrud: Für Qualität auf hohem Niveau. Brütten: Reichbefrachteter Infoabend der Schulpflege. Der Landbote, 29. 10. 1999

Gemäss Finanzverwalterin Inge Andreatta wird das Budget 200 um rund 300 000 Franken höher ausfallen als 1999. Hauptgründe sind Personalkosten (aufgeschobener Stufenanstieg), markante Mehrausgaben für Sonderschulung, zusätzlicher Schulbus, neue Lehrmittel als Folge der Rechtschreibreform, Musikunterricht für 56 Schüler und der dringende Ausbau des Lehrerzimmers.

Wimmer, Margit: Jetzt heißt's Tunfisch, Panter, Spagetti. Auf Einladung des Pfarrgemeinderates: Vortrag von Studienrat Bernhard Haberl zur Rechtschreibreform. Passauer Neue Presse, 29. 10. 1999, Lokalteil Landau

Die jahrzehntelang geübte Orthographie muss neu eingeübt werden.

Traxler, Günter: Rasse und Postzug-Raub. Blattsalat. Der Standard, 29. 10. 1999, s. 15, Kommentar

Und noch etwas, ganz unter uns: Haben Sie gewusst, dass hinter der Rechtschreibreform, gegen die die "Presse" kämpft bis zum letzten arischen Blutstropfen, niemand anderer steckt als die Weisen von Zion?

Manola, Franz: Poet der Linken: Rafael Alberti 1902—1999. Der Standard, 29. 10. 1999, s. 19, Kultur

Nur die Aufnahme in die Academia de Artes y Letras verweigerte Alberti mit dem Hinweis auf lebenslange Probleme mit der Orthographie […].

28. 10. 1999

EB/U.Re.: Angehende Polizisten müssen Diktat bestehen. Axel Falkenberg gibt Tipps zu Bewerbungen. Nordkurier-Online, 28. 10. 1999, Lokales Fenster Anklam

Falkenberg rät allen künftigen Polizisten besonders, sich mit der deutschen Rechtschreibung vertraut zu machen. Etwa 80 Prozent der Bewerber fallen seinen Worten nach nämlich schon beim Diktat durch. Die 240 Wörter, die dabei möglichst fehlerfrei zu Papier gebracht werden müssen, können auch nach der neuen Rechtschreibung verfasst werden, erklärt er.

27. 10. 1999

H.P.: Ich frag' ja nur. Mainpost, 27. 10. 1999, Bad Neustadt

Darf's wieder einmal etwas Sprachliches sein? […] Nein, nichts zur Rechtschreibreform, obwohl die jetzt, nach ihrer Einführung, immer wieder für Erstaunen ob ihrer unsäglichen sprachlichen Instinktlosigkeit sorgt und nebenbei für Unsicherheit auch bei sprachlich nicht gerade Unbedarften.

Gegen Anglizismen und gegen Deutschtümelei. Die Presse, 27. 10. 1999, Kultur/Medien

Der "Verein zur Wahrung der deutschen Sprache" […] nutzte seinen Aktionstag in Hannover auch zur Umbenennung: Er wird nur mehr Verein für die Deutsche Sprache heißen […]. Unter diesen Wissenschaftlern herrscht weithin Einvernehmen, daß die deutsche Rechtschreibreform "im Interesse einiger weniger eingeführt worden sei". Ja von einer "kryptisch vorbereiteten Kellerrevolution" sprach einer der Professoren.

Wenn sich der «Verein für die deutsche Sprache» für die alte rechtschreibung und damit gegen die vermehrte grossschreibung einsetzen will, sollte er sich vielleicht daran erinnern, dass man attribute zweiten grades eigentlich klein schreibt.

26. 10. 1999

Streich-Schlossmacher, Elisabeth: «Deutsch schriftlich.» Neue Zürcher Zeitung, 26. 10. 1999, nr. 249, s. 71, Briefe an die NZZ

Es ist kaum verständlich, wieviel Unsinn aus den ursprünglich vorgesehenen «kleinen Änderungen und Anpassungen» der neuen Rechtschreibereform entstanden und sogar genehmigt worden ist. Wo bleiben die Verantwortlichen? Resignieren sie? Lässt sie sogar der hohe Preis für diese Fehlgeburt kalt in einer Zeit, wo überall ökonomische Überlegungen den Vorrang haben?

dpa: Im Club der ignorierten Denker. Die > Akademie für Deutsche Sprache und Dichtung verliert immer mehr an Bedeutung. Berliner Morgenpost, 26. 10. 1999, nr. 293, Feuilleton

= Tscharntke, Klaus: Immer tiefer kriecht die Darmstädter Akademie in ihren Elfenbeinturm hinein. Frankfurter Neue Presse, 26. 10. 1999

Tscharntke, Klaus: Immer tiefer kriecht die > Darmstädter Akademie in ihren Elfenbeinturm hinein. Frankfurter Neue Presse, 26. 10. 1999, Kultur

Wie weit abseits sie vom aktuellen kulturpolitischen Diskurs steht, machte ihr Taktieren im Streit um die Rechtschreibreform deutlich: Sie wurde mit Einflusslosigkeit dafür bestraft, dass sie die Reformbestrebungen nicht beizeiten ernst nahm. Als sie schließlich die Bedrohung erkannte, war der Rechtschreib-Zug längst abgefahren. Und selbst ihre Kernaufgabe, "die pflegliche Behandlung der deutschen Sprache", erfüllen andere Sprach-Institutionen längst wirksamer. So arbeitete das Institut der Deutschen Sprache in Mannheim von Anfang an in der Rechtschreib-Reformkommission mit und drückte der neuen Schreibung ihren Stempel auf.

Milkau, Susanne: Rechtschreibreform-Reformer. Spiegel-Reporter können einpacken. Aber was wird aus Stefan Aust? junge Welt, 26. 10. 1999, Feuilleton

Gewohnt großmäulig kündigte Chefredakteur Stefan Aust die neueste Mediensensation aus dem Hause »Spiegel« an, im Editorial der ersten Ausgabe des monatlich erscheinenden »Spiegel-reporter«: »Herausgekommen ist ein Magazin, dass (sic!) Abenteurer und Erfolgsmenschen porträtiert, Entdecker und Lebenskünstler; dass (sic!) überall da herumstöbert, wo Menschen etwas Neues ausprobieren; dass (sic!) über die Avantgarde in Film, Theater, Musik und Literatur informiert.«

25. 10. 1999

Damit die deutsche Sprache nicht noch schwerer wird. Frankfurter Neue Presse, 25. 10. 1999, Ratgeber

Wer die neuen Rechtschreibregeln anwenden will, muss umlernen und braucht dafür ein neues Wörterbuch. Doch nicht immer findet sich jeder darin zurecht. Vor allem Software für das Nachschlagen am Computer lässt viele Wünsche offen, hat die Stiftung Warentest ermittelt.

dpa: Darmstädter Akademie. Christian Meier als Präsident bestätigt. Frankfurter Rundschau, 25. 10. 1999, Feuilleton

Meier, der während seiner Amtszeit vor allem als Gegner der Rechtschreibreform hervorgetreten war, beklagte nach seiner Wahl eine "gewisse Interesselosigkeit" von Politik und Gesellschaft an der Arbeit der Akademie.

ubo/wdo: "Bundestrend unübersehbar: Wer regiert, verliert." Was Stuttgarter Prominente aus dem Wahltag gelernt haben - Freude über Verluste der Republikaner. Stuttgarter Nachrichten, 25. 10. 1999, Stuttgart

Christoph Sonntag, Kabarettist: Die extrem geringe Wahlbeteiligung ist eine Reaktion auf die Unsicherheit durch die Rechtschreibreform: Die Leute können nicht mehr schreiben — geschweige denn Kreuzchen machen.

Schmitter, Elke: Der Poet — halb Dandy, halb Clochard. Für Peter Rühmkorf — 114 Zeilen Lob und Liebe. die tageszeitung, 25. 10. 1999, nr. 5973, s. 3

Die "nervensägenden Betrachtungen zur sozialistischen Kultur" hat er zeitlebens frisch unterlaufen (zwei Aufsätze von ihm: "Die Kleinschreibung — ein Industrieprodukt", 1973; "Du, lass dich nicht verzärteln" zu Biermann 1976); so blieb ihm erspart, am Nasenring der Zeitenwende die üblichen Unterwerfungsrunden zu absolvieren.

Posener, Alan: Unser verzopfter Kultur-"Feuderalismus". Die starre Kulturhoheit der Länder lähmt die Schulreform und verhindert Flexibilität. Die Welt, 25. 10. 1999, Forum, Essay

Die Bundesrepublik verfügt bereits über ein Gremium, das befugt wäre, den Rahmen für die Einführung des Subsidiaritätsgedankens im deutschen Schulwesen zu schaffen: die Kultusministerkonferenz. Leider hat sich dieses Gremium vornehmlich als Hort der Besitzstandswahrung der Bildungsfürstentümer erwiesen. Eine Rechtschreibreform konnte die Konferenz verabschieden. Doch bei der notwendigeren Reform der Schulorganisation ist man […] sehr viel zurückhaltender.

23. 10. 1999

Palgrave, Frances: 50 Jahre > deutsche Sprachakademie: Hans-Georg Gadamer mahnt. Berliner Morgenpost, 23. 10. 1999, Feuilleton

Akademie-Präsident > Christian Meier ging in seiner Ansprache ebenfalls der Frage nach, ob die Einrichtung «noch zeitgemäß» ist. Mit «Neid» sehe er auf die früheren Jahre der Akademie und ihr großes Ansehen zurück. Mittlerweile sei es dagegen ruhig um die Kulturhüter geworden. Ihre Warnungen vor «den Auswüchsen» der Rechtschreibreform hätten sie zwar erneut ins Rampenlicht der Öffentlichkeit gerückt. Die Alternativvorschläge dazu seien aber fast «unbemerkt» geblieben.

Franke, Eckhard: Das Wort als Heimat. Die > Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung feiert in der Frankfurter Paulskirche ihr 50-jähriges Bestehen. Der Tagesspiegel, 23. 10. 1999, Literatur

[…] Geschichte einer Akademie, die sich immer wieder — auch ihr jetziger Präsident > Christian Meier erinnerte in seiner Rede daran — eingemischt hat in die Debatten dieser Gesellschaft: zuletzt in die Kontroverse um die Rechtschreibreform.

Hennig, Falko: Odyssee auf der Suche nach der perfekten Steckdose. Berliner Blätter: Falko Hennig braucht zum Kaffeehaus-Glück eigentlich ganz wenig […] Die Welt, regionalausgabe Berlin, 23. 10. 1999, Berlin-Feuilleton

In der Kantine der Volksbühne Bulette mit Spiegelei, am Nebentisch wird über die Rechtschreibreform hergezogen: "Es reicht ja gar nicht, dass man alle ß durch Doppel-S ersetzt. Das ist viel schwieriger. ‚Tagesspiegel' macht viel mehr Fehler seitdem, die verstehen das auch nicht. Flussschifffahrt, wie das aussieht." Ich bin ja absolut für die Reform, nur scheint sie mir viel zu verwässert, ein viel zu kurzer, halbherziger Schritt in die richtige Richtung.

22. 10. 1999

> Meier, Christian: Lob der Langsamkeit. 50 Jahre > Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung. Frankfurter Rundschau, 22. 10. 1999, nr. 246, s. 9, Feuilleton

Gewiß hat die Akademie auch Fehler gemacht […]. Allein, um nur die letzten Jahre zu nehmen: Ganz so verschlafen, wie es immer wieder dargestellt wird, war sie gewiß nicht. Ins Rampenlicht dagegen geraten wir, wenn wir gegen die Rechtschreibreform kämpfen. Nichts gegen diesen Kampf! Wie richtig und notwendig er war und ist, kann man inzwischen täglich erfahren, da sich fast alle Zeitungen in einem vorauseilenden Gehorsam, den sich abzugewöhnen die Deutschen offenbar immer noch nicht gewillt sind, der unausgegorenen Reform unterworfen haben. Und wir hätten dem Finanzminister natürlich auch gern geholfen, einige hundert Millionen Mark an Steuermindereinnahmen zu erübrigen. Es ist schließlich auch nicht so, daß wir undankbar wären für das unverhofft große Ansehen, das uns aus diesem Kampf erwachsen ist. Aber erstens ist es doch interessant, daß zwar unser Kampf gegen die ideologisch oder aus Mangel an Kenntnis bedingten Auswüchse der "Reform" bemerkt und weithin gelobt worden ist, nicht jedoch unser Reform- (und Kompromiß-)Vorschlag (der, wie mir scheint, gar nicht schlecht ist). Zweitens und vor allem aber sind wir doch eigentlich für einiges mehr da und versuchen wir auch, diesen Aufgaben gerecht zu werden.

epd: Reform kostete Land nur wenig. Südwest Presse, 22. 10. 1999, Südwestumschau

Durch die neuen Rechtschreibregeln sind dem Land nur geringe Mehrkosten entstanden. Das geht aus der Antwort von Innenminister Thomas Schäuble (CDU) auf eine Anfrage des Landtagsabgeordneten Michael Herbricht ("Republikaner") hervor.

21. 10. 1999

Bohn, Ulla: Rechtschreibreform. Alles nicht so schlimm. Bild, 21. 10. 1999, Politik, Kommentare

Kleinlaut stellen wir fest: Es fällt kaum auf! Und manche Neuerung erscheint jetzt, da man sie benutzt, sogar ganz sinnvoll.

König, Christoph: Ein Chor herrlicher Stimmen, alle ein eigenes Lied singend. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21. 10. 1999, nr. 245, s. 56

Allenfalls gibt die > Akademie Aktionen der Mitglieder als eigene aus oder teilt sie mit: Auf diese Weise partizipiert sie 1962 am Protest Albert Schweitzers gegen das "Walten der Atommächte". Und auch der jüngste große Auftritt der Akademie, der Widerstand gegen die Rechtschreibreform, ist von diesem Durcheinander zwischen privatem Engagement und öffentlichem Auftritt gekennzeichnet: Zuerst brauchte die Akademie Jahre, um überhaupt eine Meinung zu entwickeln, dann übte sie für kurze Zeit den radikalen Widerstand, und am Ende entzog sie sich mit einem wunderlichen Kompromissvorschlag den Boden, auf dem sie selbst zu stehen glaubte.

Stein, Birgitta: Die Mischung macht's — Preis für "ß" der Humboldtschule. Frankfurter Neue Presse, Taunus-Zeitung, 21. 10. 1999, Lokales

Großer Erfolg für die Redaktion der Schülerzeitung "ß": Die zehnte Ausgabe seit dem Start 1996 […] hat den Humboldtschülern beim Wettbewerb des Hessischen Schüler- und Jugendzeitungsvereins den dritten Platz eingebracht. […] Für die nächste Ausgabe, die voraussichtlich im Dezember erscheinen wird, stehen die Themen schon fest. […] Auch ein Kommentar zur Rechtschreibreform ist geplant.

Deppisch, Tobias: Muska(t)zinen oder gar Muskat-Zinnen? Geheimnis um Rezeptur und Schreibweise. Mainpost, 21. 10. 1999, Kitzingen

Sind es nun Muskatzinen oder Muskazinen? Geheimnisumwittert wie die Schreibweise ist diese Dettelbacher Gebäck-Spezialität, seit es sie gibt. […] Einmal wurde die Schreibweise mit "t", ein anderes Mal ohne "t" verwendet. Was ist nun richtig? Fiel das "t" etwa der Rechtschreibreform zum Opfer? […] Doch wer ist dafür zuständig? Ist es der Bürgermeister oder muss der Stadtrat sich mit der Orthographie auseinander setzen? Soll es gar einen Bürgerentscheid über diese so wichtige Frage geben?

Endres, Elisabeth: Ein großer Zubereiter. Zum Tod des Literaten und > Akademie-Präsidenten > Herbert Heckmann. Süddeutsche Zeitung, 21. 10. 1999, 55. jg., nr. 244, s. 18, Feuilleton

Er hat vierzehn Jahre lang, bis 1986, mit ruhiger Hand die Intellektuellen befriedet, das Büchner-Preisgeld erhöht, sich zur deutschen Rechtschreibreform geäußert.

Chile aktuell. Bereinigt. Condor (Santiago de Chile), 21. 10. 1999

Nach jahrzehntelanger Diskussion haben sich Wissenschaftler und Ureinwohner-Organisationen auf ein einheitliches Alphabet des Mapudungun geeinigt.

20. 10. 1999

Hörmann, Walter: Jobs in Hülle und Fülle — eine Katastrophe. Frankenpost, 20. 10. 1999, Wirtschaft

Ärgstes und ärgerlichstes Problem der IT-Branche gegenwärtig ist freilich der Personalmangel. […] In fünf Jahren werden 250000 Stellen allein in Deutschland unbesetzt sein […]. Eine kleine Katastrophe, die sich zur großen auswachsen kann, wenn die Kultusbürokratien hierzulande sich weiterhin lieber mit Themen wie der Rechtschreibreform befassen, statt zur Kenntnis zu nehmen, dass viele Schüler im Umgang mit Informationstechnologie ihren Lehrern längst über sind...

Brecht-Levy, Angelika: Wenn die Fehlerteufel wüten: Im Goethegarten gedeihen Stilblüten. Frankfurter Neue Presse, 20. 10. 1999, Frankfurt

Dort streben Stahl-Stelen in die Höhe, die durchbrochenen Metall-Seiten enthüllen Zitate von Ajas dichtendem Sohn. […] Da wird falsch zitiert, hinzugefügt und ausgelassen, die Rechtschreibung spottet jeder Beschreibung. […] Und im Faust I wird beschworen: "Las das Vergangene vergangen sein! Wir alle leben von Vergangenem und gehen an Vergangenem zugrunde." Hier allerdings hat jemand etwas gemerkt. Geschwind wurde ein zweites "s" hinein gesetzt (das einzige Zugeständnis Goethes an die Rechtschreibreform!), jedoch nicht in flachem, kantigen Stahl, sondern rund gedreht wie ein krummer Nagel.

Höver, Peter: Kuschelkurs statt Konfrontation. Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave ein Jahr im Amt. Kieler Nachrichten, 20. 10. 1999, Schleswig-Holstein

Und auch der Konflikt um die Rechtschreibreform ist noch nicht völlig vom Tisch. Ob es entgegen dem Votum des Volksentscheids bei der (Wieder)einführung der Neuschreibung bleibt, das hat jetzt das Bundesverfassungsgericht zu entscheiden.

Salomon, Martina: Schreibreform — ein Sickerprozess. Die Schüler lernen längst "neu", die Verlage schreiben noch "alt". Der Standard, 20. 10. 1999, s. 7, Inland

Für > Rosenberger ist das Schneckentempo kein Problem. "Meine Großmutter hat bis in die fünfziger Jahre Thür statt Tür geschrieben, weil sie es so gelernt hat. Es wird wie bei den Autokennzeichen sein. Da gab es auch zuerst Aufregung. Schön langsam verschwinden die alten, schwarzen Nummerntafeln aber aus der Öffentlichkeit."

19. 10. 1999

Becker, Thomas: Quotenkönige und brave Satiriker. Festakt im Prinzregententheater: Die Fernsehprominenz bedankt sich artig für den Blauen Panter made in Nymphenburg. Süddeutsche Zeitung, 19. 10. 1999, München

Der Panter ist nicht mehr das, was er mal war. […] Edmund Stoiber als Vertreter der preisstiftenden bayerischen Staatsregierung, sah das zwar anders und betonte die "herausragende Strahlkraft" des Panters; auch wirken die Reißzähne (die des Panters) noch recht gefährlich, aber ohne "h" nach der Rechtschreibreform sieht er doch ziemlich nackt aus.

Mauch, Uwe: Wie schreibt man's recht? Die Rechtschreibreform deckt Bildungslücken auf, sagen die Wörterbuch-Redakteure: "Viele Anrufer beherrschen das Regelwerk nicht." Kurier, (19. 10. 1999)

Hier wird das Österreichische Wörterbuch redigiert […]. Nebenbei beraten die Germanisten auch jene, die Probleme mit der Rechtschreibung im Allgemeinen und deren Reform im Besonderen haben. […] Leider gibt es aber auch Menschen, die felsenfest überzeugt sind, dass das scharfe S ganz abgeschafft wurde. Viele meinen auch, mit der Reform auf Kriegsfuß zu stehen. In Wahrheit haben sie die Rechtschreibregeln nie richtig gelernt.

18. 10. 1999

Kommenda, Benedikt: Ein fundamentales Werk über fundamentale Rechte im Verfassungsstaat. Das juristische Buch. Die Presse, 18. 10. 1999, Rechtspanorama

Die Lesbarkeit leidet nur durch den Umstand ein wenig, daß Berka all jene Beistriche weggelassen hat, die seit der Rechtschreibreform nicht mehr unbedingt geboten sind (und ein paar mehr).

15. 10. 1999

kiw: Leser-Frage: Werde ich bestraft, wenn ich nicht nach den neuen Regeln schreibe? Berliner Morgenpost, 15. 10. 1999, Politik

Es droht überhaupt keine Strafe, denn wer falsch schreibt, verstößt gegen kein Gesetz — das war auch vor der Rechtschreibreform nicht anders.

Balasko, Sascha: Kampfhunde und Minister. Eberhard Möbius präsentierte sein jüngstes und 30. Programm auf dem "Schiff". Hamburger Morgenpost Online, 15. 10. 1999, Kultur & Pop

Es wird berlinert und Themen, die am Ende des Jahrhunderts bewegen, werden aufgegriffen: Transrapid, Bildungsmisere, Doppelspitze, Kampfhunde, Rechtschreibreform und der sechsmilliardste Mensch.

13. 10. 1999

Löbbecke, Andrea: Schwarzes Esoterik-Gebabbel aus Offenbach. Frankfurter Neue Presse, 13. 10. 1999, Musik

Sicher ist für Henni Nachtsheim von "Badesalz" nur: "Möglich machte diesen Titel die neue Rechtschreibung: Die kennt keine Grenzen, was die Bs angeht." So erklärt er den plakativen Namen der jüngsten CD des Komiker- Duos: "Voodoobabbbel".

Metken, Günter: ziemlich mahlermässige installation. Der "Fernhandel" des Poeten Thomas Kling. Süddeutsche Zeitung, 13. 10. 1999, SZ-Beilage

Thomas Kling geht es um 3-D, um Mehr-, wo nicht Allsinnigkeit, das Ganze kleingeschrieben im Buchstaben- und Satzfluss, oft phonetisch buchstabiert, mit eigener Rechtschreibreform.

Schirnding, Albert von: Unbegrenzt haltbar. Zu Peter Rühmkorfs virtuosen "vorletzten" Gedichten. Süddeutsche Zeitung, 13. 10. 1999, SZ-Beilage

In zehn Jahren hat sich’s ohnehin
auf der Erde ausgelesen,
mit und ohne Schreibreform.
Und es fressen die Büchermilben
erst den Sinn – und dann die Silben."

> H. C. Artmann und sein gallisches Dorf. "Da Legionäa": H. C. Artmann, ein Bewunderer von Obelix, übersetzte einen Asterix-Band ins Wienerische. Kurier, (13. 10. 1999)

Schon im Vorwort schreibt der Dichter: "geneigte lesa, jezt is aun da zeid, das s eich auschdrenkts und kabiats wia ma r a normale umgaunsschbroch oatografisch richtig schreibt." Die neue Rechtschreibung des Hochdeutschen lehnt er selbstverständlich ab."Ich richte mich nicht danach. Ich verstehe auch nicht, warum sich die Ministerin Gehrer so dafür eingesetzt hat."

12. 10. 1999

Isenschmid, Andreas: Messetagebuch 1. Frankfurter Rekorde. Tages-Anzeiger, 12. 10. 1999, Kultur

Und selbst den dritten Rekord haben wir schon erschnüffelt: das Buch mit dem günstigsten Preis-Leistungs-Gewichtsumfang. […] Bei dtv kriegt man 1,5 Meter oder, anders gesagt, zwölf Kilo oder, wieder anders gesagt, 33 grossformatige Stück Buch für 869 Franken. Und erst noch nicht irgendein Buch, nein, das grosse, klassische "Deutsche Wörterbuch" der Brüder Grimm im Reprint. […] "Schweizergrün", von Herrn Thurneisser 1578 eingeführt, bezeichnet "ein helles grün" (Grimm bringt alles in Kleinschreibung!) […]

Bommarius, Christian: Bleibt alles anders. > Konrad Adam will mit der alten Mitte noch einmal "Staat machen". Berliner Zeitung, BerlinOnline, 12. 10. 1999, Sonderbeilage

Adams Zorn auf eine Politik, "die sich der Emanzipation, verstanden als möglichst weitgefaßte Bindungslosigkeit, verpflichtet fühlt", ist zwar sympathisch, doch auch der sehnsuchtsvolle Blick zurück erspart nicht die tautologische Erkenntnis, dass das Vergangene vergangen ist. Das gilt selbst für die alte Rechtschreibung, der Adam [in seinem neuen buch] noch einmal tapfer seine Reverenz erweist.

sky: Semesterauftakt an der Uni mit internationalem Touch. 660 Neuanfänger aus mehr als 30 Nationen bevölkern den Universitäts-Campus / Auszeichnung für Integration: DAAD-Preis für Brigitte Lawson. Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 12. 10. 1999, Stadt

Als Festredner trat Professor Dr. Wolfgang Menzel auf. Sein Thema: "Nur nicht angst und bange machen lassen — Gedanken zur Rechtschreibreform".

Mass für Maß. Süddeutsche Zeitung, 12. 10. 1999, s. 19, Feuilleton

Jetzt, wo das Oktoberfest vorbei ist, kann man gefahrlos auf ein Thema zurückkommen, das manche Bayern heftig schmerzt. Es geht dabei um die leider allgemein übliche und in den Wörterbüchern sanktionierte Schreibweise "Maß" für den Liter Bier.

10. 10. 1999

Posch, Michael: Sparen durch Sponsoren. Wie Verwaltungen mit privater Finanzierung arbeiten. Berliner Morgenpost, 10. 10. 1999, Berlin

Die Fibel zur Rechtschreibreform wird von einem Kaufhaus finanziert, der Vortrag der ehemaligen neuseeländischen Botschafterin von Unternehmensberatern. Berlins Verwaltungen versuchen angesichts des klammen Landesetats immer mehr Veranstaltungen, aber auch interne Publikationen von Sponsoren finanzieren zu lassen.

9. 10. 1999

sd: Zum Üben der neuen Rechtschreibung. Neue Zürcher Zeitung, 9. 10. 1999, nr. 235, s. 68, Feuilleton

Wer sich in der neuen Rechtschreibung der deutschen Sprache üben will, dem steht seit einigen Wochen ein 96seitiges Übungsbuch zur Verfügung, das den Titel «Neue Rechtschreibung am Arbeitsplatz» trägt. […] Es ist aber gar nicht möglich (und war vermutlich auch nicht die Absicht des Autors), auf so wenigen Seiten die Regeln tiefer zu begründen.

Kandidaten. 26 Einzelbewerber wollen ins neue Parlament. Berliner Zeitung, BerlinOnline, 9. 10. 1999, Berlin

Von den 26 Einzelbewerbern gehören 17 zu den Gegnern der Rechtschreibreform. Angeführt werden sie von Detlev Mahn, 59. Von 1992 bis 95 saß er für die Republikaner in der BVV Friedrichshain.

Stürmer, Anke: Munter-flotte Kabarettisten im Bürgerhaus. Frankfurter Neue Presse, 9. 10. 1999, Landkreise Offenbach und Groß-Gerau

Sie nahmen die Rechtschreibreform auf die Schippe, indem sie eine Sprachreform forderten, "denn unsere Sprache ist schon sehr kompliziert".

Happersberger, Roland: Orthografische Panne. Die Sache mit dem C... Rheinpfalz Online, 9. 10. 1999, Grünstadt, Kommentar/Hintergrund

Es geht um ein C, das ein Z sein müsste. Zu sehen ist es auf dem neuen Denkstein, der auf dem Hettenleidelheimer Jubiläumsplatz der 20 Jahre alt gewordenen Partnerschaft mit einem Ort in Burgund zu ihrem Ruhm gesetzt wurde. Und ausgerechnet in den Ortsnamen hat sich das C eingeschlichen, nicht Blanzy, sondern Blancy steht da. […] Bei der Enthüllung wurde über den Faux pas mit der französischen Orthografie (die neue Rechtschreibung machte aus dem Ph ein F) gelächelt.

8. 10. 1999

Ehlert, Stefan: CDU ließ gegnerische Plakate einsammeln. Gerichtsstreit um Wahlwerbung: Einzelbewerber nannten sich irreführend "Liste 1". Berliner Zeitung, BerlinOnline, 8. 10. 1999, Berlin

Die Einzelbewerber, die als Gegner der Rechtschreibreform "gegen Machtmissbrauch und Zerstörung der deutschen Sprache" kandidieren, hatten ihre Werbetafeln mit dem Zusatz "Liste 1" versehen. […] Die DIN-A 1-Tafeln der Kandidaten Detlef Mahn, Michaela Kisten, Manfred Huber, Petra Pauseback, Daniela Eisenhuber, Manuela Seydel und Peter-Jürgen Meyer wurden abgehängt.

Schmidt, Klaus-Peter: Jagatee macht "sitt". Soufflé. Der Standard, 8. 10. 1999, s. 20, Kommentar

Wer glaubt, die deutsche Ober-Instanz zum Thema deutsche Sprache wäre mit der Rechtschreibreform voll beschäftigt, unterschätzt den Duden sträflich. So nebenbei erledigte er (in Werbegemeinschaft mit dem Teehersteller Lipton) Wortschöpfung köstlichster Art. In einem Wettbewerb suchte er nach einem einzelnen (oder einzigen?) Wort für "nicht durstig".

Meyer-Wellmann, Jens: Deutschstunde bei Siegfried Lenz. Der berühmte Schriftsteller gab vor etwa 250 beeindruckten Schülern im Literaturhaus eine Lesung der besonderen Art. Hamburger Abendblatt, 8. 10. 1999, Hamburg

Richtig in Wallung kam Lenz beim Thema Rechtschreibreform. "Das ist der kostspieligste Unsinn, den sich Kulturfunktionäre glauben leisten zu können", wetterte er.

mw: Tagträume im Dschungel: Siegfried Lenz antwortet. Die Welt, regionalausgabe Hamburg, 8. 10. 1999, Feuilleton Hamburg

Das Auditorium geriet bald in Fahrt: Es kamen Fragen über die literarische Verarbeitung von Tod, über Leseerfahrungen und Vorbilder und über die neue Rechtschreibung, die als einziges Thema den Autor wirklich in Rage brachte.

7. 10. 1999

Ritzmann, Kai: Guten Morgen! - Reif für die Gruppe. Berliner Morgenpost, 7. 10 1999, Berlin

«Ich bin der Kai, und ich schreibe Schifffahrt mit zwei f.» […] Ich gehe jetzt regelmäßig zur Selbsthilfegruppe «Anonyme Rechtschreibreform-Opfer» (AR). Aber im Grunde versuche ich immer noch, meine Therapiebesuche geheimzuhalten, besonders vor mir selbst.

dpa: Anhörung im Landtag über Rechtschreibreform. Debatte am 17. November/ Volksbegehren geplant. Schweriner Volkszeitung, 7. 10. 1999, Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

Die Initiative bezeichnete die Rechtschreibreform als ein Paradebeispiel für die Verschwendung von Steuergeld. Experten schätzten die Gesamtkosten der Reform auf 50 Milliarden Mark.

6. 10. 1999

tek: Neue Rechtschreibung vor und zurück. Berliner Morgenpost, 6. 10. 1999, Bezirke

Lesen und schreiben lernen die Schülerinnen und Schüler der 2. Grundschule am Wilhelmsberg mit Fibeln in neuer Rechtschreibung. In der zweiten und dritten Klasse bekommen sie dann wieder Sprachbücher in alter Rechtschreibung. […] Für eine Übergangszeit müssten Lehrer und Kinder mit der Verwendung von Büchern in alter und neuer Rechtschreibung leben, sagt Ulrich Thöne, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft: «Das ist wie mit den veralteten Atlanten nach dem Mauerfall.»

5. 10. 1999

Schmidt, Silvia: Neuschreib lernen mit alten Büchern. Der ganz normale Irrsinn an einer Grundschule, weil Geld knapp ist. Berliner Kurier, BerlinOnline, (5. 10. 1999)

In vielen Berliner Schulen fehlt das Geld für die Neuanschaffung von Büchern in Neuschreib.

> US: Rechtschreibreform: Jetzt klagt auch die Initiative. Kieler Nachrichten, (5. 10. 1999)

Die Vertrauensleute der Volksinitiative "Wir gegen die Rechtschreibreform" wollen eine zusätzliche gemeinsame Verfassungsbeschwerde gegen die Aufhebung des Volksentscheides und die Wiedereinführung der neuen Rechtschreibung an den schleswig-holsteinischen Schulen einreichen.

ADN: Reformgegner wollen Parlamentarier überzeugen. Neue Rechtschreibung in öffentlicher Anhörung debattiert. Nordkurier-Online, 6. 10. 1999, News Mecklenburg-Vorpommern

Gegner der neuen Rechtschreibregelungen haben gestern in Schwerin in einer öffentlichen Anhörung zur Volksinitiative "Wir stoppen die Rechtschreibreform" erneut auf die Mängel der Reform hingewiesen. […] > Dieter Nerius, Professor für Germanistische Sprachwissenschaften an der Uni Rostock, hob hervor, dass die Neuregelung zwar "nicht alles zur vollen Zufriedenheit" löse, der Grad der Vereinfachung dennoch erhöht werde.

Baum, Patrik: Jugendliche: Konzepte für sichere Zukunft. OP-Jugendredakteur Patrik Baum über Zukunftspläne und -ängste von Schülern im Kreis. Oberhessische Presse, OP-Online, 5. 10. 1999, Schlagzeilen

Weitere Forderungen sind mehr Geld für die Bürger, eine Strukturerneuerung der CDU und der FDP, die Einführung der Todesstrafe bei einem Mord, mehr Ehrlichkeit und Pflichtbewußtsein der Politiker und dass diese sich weniger mit "Kleinigkeiten" wie der Rechtschreibreform beschäftigen und sich statt dessen stärker Themen wie Arbeitslosigkeit und Umweltschutz widmen.

bv: Rechtschreibreform: Das Land steigt um. Dolomiten, 5. 10. 1999

Mit 1. Jänner 2000 werden die Gesetze und Verordnungen der Südtiroler Landesregierung nach der neuen Rechtsschreibform verfasst und publiziert. Dies legte die Landesregierung gestern fest.

2. 10. 1999

Sauer, Wolfgang: Lieben Sie's sächsisch? Die Deutschen betrachten ihre Sprache unerwartet differenziert. Die Welt, 2. 10. 1999, Feuilleton, Literarische Welt

Das Mannheimer > lnstitut für Deutsche Sprache (IDS) […] hat bundesweit in einer repräsentativen Erhebung noch Meinungen und Einstellungen zur deutschen Sprache gefragt. […] Das Thema Rechtschreibung wurde wegen der überhitzten öffentlichen Diskussion zur Orthografiereform nicht in die Umfrage aufgenommen.

1. 10. 1999

"Markt auf der Zeil keine Konkurrenz für Römerberg" Frankfurter Neue Presse, 1. 10. 1999, Lokales

Die Rechtschreibreform hat auch Auswirkungen auf die Straßenbeschilderung in Frankfurt. Bis Mitte 2000 sollen die Schilder von Straßen, deren Schreibweise nach den neuen Schreibregeln nicht strittig ist, ausgetauscht werden. […] Bei Namen wie "Roßmarkt" müsse erst geprüft werden, ob die neuen Regeln greifen, da sie historisch begründet seien.

rie/no: "Moderne Technologien bringen Religionen Zulauf." Die Presse, 1. 10. 1999, Wien-Journal

Naisbitt setzt sich sehr kritisch mit den neuen Technologien auseinander. "Wir wollen für jeden Schüler einen Computer. Aber mit der automatischen Rechtschreib- und Grammatikprüfung werden sie die Sprache nie ordentlich lernen — wie der Taschenrechner dazu führte, daß Kinder nicht mehr rechnen können", meinte der Autor in einem Vortrag bei der Veranstaltung "Citynet" Mittwoch abend im Technischen Museum.

10. 1999

> Heller, Klaus: "Binde-Strich" und "Zergliederungs-Sucht" Sprachreport, [10.] 1999, nr. 4, s. 25

Freilich scheinen bei Journalisten und Werbetextern die Kriterien dafür, wann ein Bindestrich zu setzen und wann besser zusammenzuschreiben ist, weithin recht vage zu sein.

Dittmann, Jürgen: Die Nachrichtenagenturen und die neue Rechtschreibung. Die deutschsprachigen Nachrichtenagenturen haben am 1. August 1999 umgestellt - aber wie? Sprachreport, [10.] 1999, nr. 4, s. 17-19

Insbesondere sind die Abweichungen vom amtlichen Erlass nicht genügend motiviert - angesichts der Konsequenzen, die sie für die Einheitlichkeit der Schreibungen in der Zukunft haben werden, ist das ein gravierender Vorwurf!


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Rolf Landolt