Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

Aus der presse

Nachgeführt 19. 8. 2007, 12. 7. 2007

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26. 5. 2007

neu Brupbacher, Marc: Nachgefragt. Warum dieser Schreibfehler? Tages-Anzeiger, ausgabe Zürcher Unterland, 26. 5. 2007, s. 67, Bezirk (238 wörter)

Mit Felix Muff [Leiter des kantonalen Zürcher Tiefbauamts] sprach Marc Brupbacher. [. . .] In Niederweningen ist das Ortsschild von Vandalen zerstört worden. Es musste ersetzt werden. Jetzt heisst der Ort plötzlich Nieder-Weningen. [. . .] Welche Konsequenzen hat denn die neue Rechtschreibung für die Beschilderung? Alle Stopp-Schilder mussten ausgetauscht und das Wort «Stop» mit einem zusätzlichen P versehen werden. Das war natürlich nicht billig. Im Vergleich dazu ist der Fall in Niederweningen Peanuts.

Vgl. vgl. Volksblatt Würzburg, 8. 1. 2000.

23. 5. 2007

Tira2: Das "Esszett" soll es bald als Großbuchstaben geben. shortnews.de, 23. 5. 2007

Das Deutsche Institut für Normierung (DIN) unternahm nun entsprechende Aktivitäten, welche auch von der Internationalen Standardisierungs-Organisation (ISO) nicht abgelehnt werden.

22. 5. 2007

Pfohlmann, Oliver: Ein Sprachkünstler. Zum Tod des Schriftstellers und Übersetzers Hans Wollschläger. Neue Zürcher Zeitung, 22. 5. 2007, 228. Jahrgang, nr. 116, s. 44, Feuilleton

Lange vor der Rechtschreibreform klagte Wollschläger die Duden-Redaktion dafür an, mit dem H aus «Thür» und «Thräne» kein überflüssiges Zeichen gestrichen zu haben, sondern den Hauch des Geheimnisses.

21. 5. 2007

neu Salzmann, Esther: Deutsch (Ex-)Kurs. Tages-Anzeiger, ausgabe Zürcher Unterland, 21. 5. 2007, s. 60, Die Letzte (200 wörter)

Die neue deutsche Rechtschreibung hat es mir nicht gerade angetan. Seit ich, dank der Reform von der Reform, jedoch nicht mehr allein stehend, sondern wieder alleinstehend bin, kann ich mich eher damit abfinden.

18. 5. 2007

Ilse, Frank: "Veränderung" - das bessere Wort. Deutsche fürchten Reformen. Hamburger Abendblatt, 18. 5. 2007, Politik, Kommentar

Der Begriff Reform legt nahe, dass überarbeitet wird, was nicht in Ordnung ist. Üblicherweise ist er positiv besetzt und beschreibt einen begrenzten Vorgang, an den eine berechtigte Hoffnung auf Verbesserung geknüpft ist. Obendrein wird allgemein erwartet, dass die positive Veränderung für alle spürbar ist und schnell eintritt. Das ist ein Trugschluss, wie nicht erst seit der Rechtschreibreform bekannt sein dürfte.

11. 5. 2007

sda: Schweizer Vorschläge für einheitliche Rechtschreibung. Neue Zürcher Zeitung, 11. 5. 2007, 228. jg., nr. 108, s. 17, Schweiz (171 wörter)

Die siehe SOK will klare Regeln. [. . .] Sie geht dabei vom Grundsatz aus, dass Gleiches möglichst gleich behandelt werden soll.

Wir auch! Und die reformer von 1996 ebenfalls!

8. 5. 2007

Eger, Christian: Sprachpfleger im Gartenreich. siehe Klaus Reichert zur Tagung der siehe Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Wörlitz. Mitteldeutsche Zeitung, 8. 5. 2007, MZ im Gespräch

Wie steht es um den Zustand der deutschen Sprache, nachdem die Rechtschreibreform kein öffentliches politisches Thema mehr ist? Reichert: Wir sind als Akademie daran interessiert, dass auch die letzten Torheiten der Rechtschreibreform ausgeglichen werden. Daran arbeiten wir hinter den Kulissen.

3. 5. 2007

Editorial. Weltwoche, 3. 5. 2007, nr. 18, s. 3

Die sogenannte Rechtschreibreform hat ins Rechtschreibchaos geführt. Der Gossauer Gymnasiallehrer siehe Stefan Stirnemann hat dessen Ausmass und Auswirkungen bereits in zwei grossen Artikeln in unserem Blatt dokumentiert. Teil drei seiner Erkundung eines Desasters lesen Sie jetzt exklusiv auf www.weltwoche.ch; der Beitrag weist auch auf eine Tagung am 7. Mai in Zürich hin, an der die Reformgegner den Widerstand koordinieren wollen. Die Weltwoche half übrigens schon 1954 eine fragwürdige Sprachreform «bodigen», indem sie eine Umfrage unter Schriftstellern wie Thomas Mann, Hermann Hesse und Friedrich Dürrenmatt publizierte. Die Dichter erteilten der neuen Orthografie eine harsche Absage.

neu siehe Stirnemann, Stefan: Greuliche Zeiten. Die neue Rechtschreibung stammt aus dem tiefsten 19. Jahrhundert; dritte Folge der Ermittlungen zur neusten Rechtschreibung. weltwoche.ch, 3. 5. 2007, Ausgabe 18/07, Diese Woche (644 wörter)

Wenn wir schreiben, um möglichst deutlich einen Sinn zu vermitteln, so ist Undeutlichkeit oder Zweideutigkeit die Katastrophe, die uns bedroht. Heute ist die Katastrophe amtliche Vorschrift. Tun wir, was die Reformer nicht tun: schlagen wir Bücher auf und prüfen die Sprachwirklichkeit. Thomas Hürlimann erzählt in seiner Novelle «Fräulein Stark», wie der St. Galler Stiftsbibliothekar und sein Stab nach der Arbeit ausschauen: «Der Onkel, gewandet wie ein Tropenmissionar, stürmte aus dem Saal, im Gefolge Vize Storchenbein und sämtliche Hilfsbibliothekare, alle verschwitzt, gräulich verstaubt.» Was meint Hürlimann? Ein wenig grau verstaubt oder schrecklich verstaubt? Nach dem Willen der Reformer bleibt das ein ewiges Geheimnis. Es sei gelüftet: Hürlimann schrieb gräulich im eigentlichen Sinn, er meint die Farbe. [. . .] Gräulich ist etwas anderes als greulich.

Gewiss ist gräulich etwas anderes als greulich, ebenso wie ton etwas anderes ist als ton. Aber wie transportiert man diese information mündlich, beim vorlesen? Eine sprache, die man nicht sprechen kann, ist keine sprache. In diesem fall gäbe es immerhin einen einfachen ausweg: schon immer konnte man auch graulich sagen oder schreiben.

30. 4. 2007

Diener, Gitte: Neue Rechtschreibung. Lehrer rasseln durch Test. Focus Online, 30. 4. 2007, Schule

Balsam fürs Schülerherz: Nicht einmal die Hälfte der 28 Fehler in 26 Zeilen wurde von den Lehrern im Durchschnitt entdeckt. [. . .] Testen Sie, ob Sie besser abschneiden als die Lehrer auf der didacta!

26. 4. 2007

neu Walther, Rudolf: Richtiges Deutsch — auch falsches. Tages-Anzeiger, 26. 4. 2007, s. 50, Kultur (279 wörter)

Seit die Rechtschreibreform unter Dach und Fach ist, hat sich die Lage beruhigt. Einiges ist durch die Reform trotz des verbiesterten Widerstands einfacher, klarer und rationaler geworden. Auch heute noch haben routinierte Schreiber Zweifel, was richtig oder falsch, gut oder schlecht ist. Da hilft der Duden «Richtiges und gutes Deutsch» in den meisten Fällen - ausser bei der Getrennt- und Zusammenschreibung. Hier werden auf 15 (!) Seiten Spitzfindigkeiten und Wortklaubereien ausgebreitet.

25. 4. 2007

Harms, Wolfgang: Darf das Kind «Sinola» oder «Dresden» heißen? Aachener Zeitung, az-web.de, 25. 4. 2007

Gerhard Müller leitet den Beratungsdienst der siehe Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden. Montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr sitzen er oder sein Kollege Lutz Kuntzsch am Telefon und helfen, wenn Deutsche mit dem Deutschen ringen [. . .]. Vornamen [. . .] sind das häufigste Thema der mehrere tausend Anrufe, Briefe, Faxe und Mails, die pro Jahr bei der GfdS eingehen. Es folgen Rechtschreibung, Wortkunde und Grammatik. Die Orthografie-Reform hat daran wenig geändert, bisweilen sogar neue Unsicherheit geschaffen [. . .]. «Zwei Drittel bis drei Viertel der Anrufer sind verunsichert und brauchen Hilfe», schätzt Kuntzsch. Dabei bereiten Groß- und Klein- sowie Zusammen- und Getrenntschreibung den Deutschen die meisten Probleme - nicht erst seit der Rechtschreibreform, die sich nur kurzfristig in der GfdS-Statistik niedergeschlagen hat.

24. 4. 2007

neu AP: Manatscher verdinen nicht fiel. Tages-Anzeiger, 24. 4. 2007, s. 12, Kehrseite (103 wörter)

Gemäss einer Untersuchung der deutschen Personalberatungsgesellschaft Saaman Consultants AG enthalten heute gut drei Viertel aller Bewerbungsschreiben und Lebensläufe von Führungskräften eindeutige Rechtschreibfehler. [. . .] Bewerbungen ohne Rechtschreib- und Satzzeichenfehler seien eine Seltenheit geworden, konstatiert die Firma weiter und betont, dass es sich bei den Rechtschreibproblemen nicht etwa nur um Fehler handle, die sich durch das Wirrwarr der Rechtschreibreform erklären liessen.

neu Andiel, Christian: It’s a man’s world!. Tages-Anzeiger, ausgabe Stadt Zürich, 24. 4. 2007, s. 64, Die Letzte

Es interessieren sich zu wenig Männer für Kindergarten und Unterstufe. [. . .] Sollten Männer dafür etwa nervige Gofen in der Unterstufe durch eine unverständliche Rechtschreibreform treiben?

22. 4. 2007

Klein, Denni: Entscheidung für Evangelische Kirche in Mitteldeutschland wird knapp. GlaubeAktuell - Wir im Netz, 22. 4. 2007, Journal

Und so wird die Abstimmung über die Vereinigung beider Kirchen äußerst knapp ausgehen. [. . .] «Wir können nicht mehr zurück», kontert der Thüringer Synodale Klaus-Peter Hertzsch gegen die vielen Skeptiker in seinem Kirchenparlament. «Es ist wie mit der Rechtschreibreform: Wir wissen noch nicht alle, wie man jetzt richtig schreibt, aber wir können auch die alte Schreibung nicht zurückholen. Lassen sie uns also nach vorn gehen.»

20. 4. 2007

tlz/fqu: Das Lächeln der kleinen Prinzessin. Thüringische Landeszeitung, 20. 4. 2007

Thüringens Kulturjournal gibt es noch oder wieder [. . .]. Es nennt sich nun "Kulturjournal Mittelthüringen" [. . .]. In der Schreibweise hat man sich auf die gute, alte Rechtschreibung besonnen, das zumindest verrät Charakter.

18. 4. 2007

neu Franzobel: Des Staatsfunks neue Kleider. Die Presse, 18. 4. 2007

Alles wird schlechter, die Tomaten, das Wetter sowieso, die Süßigkeiten werden kleiner, die Eissorten unserer Kindheit sind nicht mehr, die Rechtschreibung, seit sie zweimal durch den Fleischwolf Reform gedreht worden ist, wurde zu Faschiertem, aus dem man bestenfalls vermantschte Regeln klauben kann, immer unverständlicher ist auch die Sprache, durchsetzt von Wörtern aus der anglophilen Märchenwelt: thumbnail (dumme Nadel? oder thumber Nagel? nein, Daumennagel), money-shot, plugin, screenshot, briefing usw. [. . .].

13. 4. 2007

neu Hinck, Walter: Wenn das der Duden wüsste. Rechtschreibliberale alter Schule: Cottas und Varnhagens Briefe. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13. 4. 2007, nr. 86, s. 38, Feuilleton

Cotta gewann für seinen Verlag Goethe und Schiller [. . .]. Cottas Geschäftssprache lässt zunächst keine Einheitlichkeit in Grammatik und Rechtschreibung erkennen; Schulmeister Duden hätte sich die Haare gerauft, heute hätte man diesem Verleger kein Lektorat, geschweige denn die Stelle eines Korrektors angeboten.

12. 4. 2007

Julius, Marco: Kleine Leseratten erhalten reichlich Futter. Grundschule Hude-Süd eröffnet eine eigene Bücherei. Delmenhorster Kreisblatt, 12. 4. 2007, Hude

„Alle Bücher hier sind neu angeschafft. Das liegt an der Rechtschreibreform. Wir können den Kindern ja nicht zumuten, heute falsche Schreibweisen zu lesen“, erläutert Rektorin Walk.

6. 4. 2007

Schmickl, Gerald: Haslinger: Phi Phi Island. "musst versuchen, rauszukommen." Wiener Zeitung, 6. 4. 2007, Extra Lexikon

Nach Überwindung einiger Widerstände hat Josef Haslinger über sein Tsunami-Erlebnis einen packenden Bericht geschrieben. [. . .] Die durchgängige Kleinschreibung ist übrigens keine literarische Marotte des Autors, sondern sein unfreiwilliger "bescheidener persönlicher beitrag zur deutschen rechtschreibreform", da sein linker kleiner Finger, dessen Sehnen beim Überlebenskampf unter Wasser durchtrennt worden waren, verkrümmt geblieben ist – sodass er damit die Umschalttaste nicht mehr bedienen kann.

4. 4. 2007

Rühle, Tanja: Pizzas und Pizzen schmecken den Deutschen gleich gut. Sprache: Bei der Duden-Sprachberatung in Mannheim klingelt täglich rund 200 Mal das Telefon. Mannheimer Morgen, 4. 4. 2007

Selbst Muttersprachler können nicht bestreiten, dass die deutsche Sprache eine schwere ist. Dies bekommt der Mannheimer Dudenverlag nicht erst seit der Rechtschreibreform zu spüren. [. . .] Seit der Rechtschreibreform 1996 hätten die Anrufe dann kurzfristig zugenommen. "Mittlerweile können wir allerdings keine vermehrte Verunsicherung aufgrund der Reform mehr feststellen. Vor allem für die jüngere Generation ist die neue Rechtschreibung zum Alltag geworden", konstatiert siehe Wermke.

4. 2007

Schmid, Reinhard: Wer kann folgende Fragen beantworten? Sprachspiegel, 4. 2007, 63. jg., nr. 2, s. 62f, Neue Rechtschreibung (269 wörter)

1. Warum steht nach dem Buchstaben q stets der (scheinbar) unnötige, eigentlich widersinnige und stets stumme Buchstabe u? Dieser Buchstabe scheint so wichtig zu sein, dass er sogar die Rechtschreibreform überdauert hat. Die Reformatoren haben doch sonst alle in ihren Augen unnötigen stummen Buchstaben entfernt.

Alle eben noch nicht, aber wir arbeiten siehe daran.

31. 3. 2007

neu Mingels, Guido: Der Retter des Genitivs. Das Magazin (Tages-Anzeiger), 31. 3. 2007, nr. 13, s. 40

Der deutsche Sprachkritiker Bastian Sick erreicht ein Millionenpublikum. Nun kommt er für drei Auftritte in die Schweiz. [. . .] Sicks Erfolg muss einerseits im Zusammenhang mit der hitzigen Debatte um die letzte Rechtschreibreform gesehen werden, die seit ihrer Einführung den ganzen deutschen Sprachraum in Aufwallung gebracht hat.

30. 3. 2007

Schibli, Sigfried: Tasken Sie auch multi? Basler Zeitung, 30. 3. 2007, s. 3 (252 wörter)

Was haben wir einst gelacht über den Satz des unlängst verstorbenen Kabarettisten César Keiser: «Nai, Frolain, Sie verstöhn mi miss!» Dabei hat Keiser nur den Finger auf eine Stelle gelegt, an welcher die deutsche Sprache wirklich schwach, ja sogar ziemlich verletzlich ist: auf die Frage, wie man die zusammengesetzten Verben flektieren soll. [. . .] Kein Mensch weiss das so genau, und die Rechtschreibreform hat da auch kein Quäntchen Klarheit gebracht.

Im gegenteil, man wusste ja nicht mehr, was ein wort ist. Aber man hat es eben auch vorher nicht gewusst.

Hertach, Ruedi: Die herrschende Schreibung ist schon recht. Die Südostschweiz, ausgaben Glarus und Gaster/See, 30. 3. 2007, nr. 87, s. 2, Region (273 wörter)

Für die St. Galler Schülerinnen und Schüler sei die bereits praktizierte Anwendung der vorliegenden Schreibregeln «kein nennenswertes Problem». [. . .] Es ist absehbar: Frau Nietlispach Jaeger wird sich an der nächsten Kantonsratssession von der Antwort unbefriedigt erklären. «Das Geschäft ist erledigt», wird daraufhin der Präsident mitteilen.

23. 3. 2007

Nazarewska, Barbara: Bei der Freiwilligen Feuerwehr brennt es lichterloh. Experten warnen vor Regulierungswut. Merkur Online, 23. 3. 2007

„Wir müssen den Leuten mehr Zeit lassen. Jedes Jahr eine neue Vorschrift? Das ist, als würden Sie jedes Jahr eine Rechtschreibreform durchboxen”, sagt Bullinger.

19. 3. 2007

Turulski, Norbert: Spur führt in die Duden-Redaktion. die tageszeitung, 19. 3. 2007, nr. 8229, s. 12, LeserInnenbrief (93 wörter)

Hauptindiz ist laut Beckstein, dass in einer Botschaft die Terroristen sogar die neue Rechtschreibreform richtig umgesetzt haben. Damit reduziert sich die Zielgruppe auf maximal eine Handvoll Menschen. Denn diejenigen Exoten, die die neue Rechtschreibreform wirklich richtig anwenden, sollten nicht schwer zu finden sein.

17. 3. 2007

Rogge, Joachim: Auf Kriegsfuß mit der Rechtschreibung. Weil immer mehr Franzosen Orthografie-Probleme haben, bekommen Angestellte Nachhilfe. Mannheimer Morgen, 17. 3. 2007, Aus aller Welt

Mit dem Französischen haben die Franzosen schwer zu kämpfen. Sieben von zehn halten ihre Muttersprache für "schwierig". "Die französische Rechtschreibung ist eine Art Religion. Man muss sie befolgen. Andernfalls ist das Sünde", überspitzte der Pariser Sprachwissenschaftler Bernard Cerquiglini schon vor Jahren den Stellenwert von Grammatik und Orthografie in einem Land, das Diktate tatsächlich als Volkssport betreibt. Dabei beklagen inzwischen längst nicht mehr nur die "grandes écoles" und Universitäten das sinkende Rechtschreibniveau. Auch in Unternehmen häufen sich die Klagen.

16. 3. 2007

idw: 25 Jahre ZS: Jubiläumsheft zu einem viel umstrittenen Thema: die deutsche Rechtschreibung. uni-protokolle.de, 16. 3. 2007, Nachrichten

Die gut 1000 Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaft, dem zweitgrößten Verband von Sprachwissenschaftlern weltweit, konnten sich auf ihrer jüngsten Jahrestagung über ein besonderes Jubiläum freuen: Die von der Gesellschaft herausgegebene Zeitschrift für Sprachwissenschaft (ZS) wurde 25 Jahre alt, und gefeiert wird dies mit einem [. . .] Extraheft. Die Extraausgabe bietet ein Themenheft von besonderer gesellschaftlicher Relevanz: "Orthographie und Sprachwissenschaft" widmet sich einem in Wissenschaft wie Öffentlichkeit viel diskutierten und fraglos umstrittenen Sujet - der deutschen Rechtschreibung.

Aber die grammatik (kongruenz) dämpft die freude.

10. 3. 2007

Jäggi, Simon: Zank um 1968. Der Bund, 10. 3. 2007, Der kleine Bund, s. 4

Die Figur Fischers eignete sich auch als Exempel des ehemaligen Revoluzzers, der an den Hebeln der Macht angekommen war nach dem «langen Marsch durch die Institutionen». Dieses Diktum des Studentenführers Rudi Dutschke wurde zur ironisch angehauchten Chiffre für die Karrieren der 68er-Generation. Der «Spiegel», Pulsfühler deutscher Befindlichkeit, schrieb im Jahr der rot-grünen Machtübernahme: «Im Gegensatz zur Steuer-, Renten- und Rechtschreibreform ist das Projekt ,Langer Marsch‘ eine Erfolgsstory. Die jungen Talente von damals sind zwar in die Jahre, dafür aber ans Ziel gekommen. [. . .]»

8. 3. 2007

Klein, Dorothea: Nicht optimalst. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8. 3. 2007, nr. 57, s. 8, Briefe an die Herausgeber

Gut, dass Sie einen Schlussstrich unter die leidige Debatte um die Rechtschreibreform gezogen haben. Nun können die Redakteure der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ihre Aufmerksamkeit vielleicht wieder verstärkt auf die richtige Bildung der Verbformen und des Genitivs sowie auf die korrekte Steigerung der Adjektive richten.

4. 3. 2007

wsch.: Franzosen runtermachen — das kommt an in Amerika. Und: Wie Eva-Maria Kieselbach die deutsche Sprache retten will. Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 4. 3. 2007, nr. 9, s. 9, Politik

Nachgefragt bei Eva-Maria Kieselbach, Vorstandsmitglied im Verein Deutsche Sprache, der sich dafür einsetzt, den Satz "Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch" in die Verfassung aufzunehmen. Ist das eine gute Idee, Frau Kieselbach - angesichts der schlechten Erfahrungen bei der Rechtschreibreform, als der Staat in die Sprachentwicklung eingriff? "Ja, das steht außer Frage" [. . .] Die Verfassungsänderung sei außerdem einfacher zu bewerkstelligen als die Rechtschreibreform, "weil man da so viele einzelne Regeln festlegen musste".

3. 3. 2007

Geifes, Stephan: Sprachmahner. Zum Tod des französischen Germanisten siehe Jean-Marie Zemb. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 3. 3. 2007, nr. 53, s. 39, Feuilleton (347 wörter)

Einem breiteren deutschsprachigen Publikum wurde er in den letzten Jahren durch seine pointiert-kritischen Stellungnahmen zur deutschen Rechtschreibreform bekannt, die auch in dieser Zeitung erschienen. Er wusste dabei linguistische und politische Argumente zu trennen.

28. 2. 2007

siehe Stirnemann, Stefan: Merker. Wir «zeitungen» im Februar. St. Galler Tagblatt, 28. 2. 2007

Wie unterscheiden sich viel versprechende Künstler (Niki de Saint Phalles St. Galler Notiz, 6,23) von vielversprechenden Nachwuchspolitikern (Ewiges Taktieren in Rom, 23,3)? Doch nicht im Adjektiv; gemeint ist beidemale etwas wie «hoffnungsvoll», und in dieser Bedeutung schreibt man zusammen. Dass die Trennung etwas anderes ausdrückt, zeigt Eduard Engel, der über den Dichter August von Platen sagt: «Die Wiederholung darf nicht blosser Klingklang sein, wie etwa in Platens viel versprechendem und wenig haltendem Gedichtanfang.» [. . .] Hier und in anderen Fällen steht das Tagblatt noch halb im Trennungs-Bann der neuen Rechtschreibung.

26. 2. 2007

J. A.: Schreibschwach. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. 2. 2007, nr. 48, s. 36, Feuilleton (165 wörter)

Die französischen Schüler stehen mit der Rechtschreibung auf Kriegsfuß. [. . .] Sechzehnjährige schreiben heute so gut oder schlecht wie 1987 die Vierzehnjährigen.

24. 2. 2007

Hertach, Ruedi: Ein Moratorium des rechten Schreibens? Die Südostschweiz, ausgabe Glarus, 24. 2. 2007, s. 2, Region (183 wörter)

siehe Frau Kantonsrätin fordert ein Moratorium: «Zehn Jahre Experimente sind genug.» Das ganze Regelwerk müsse überarbeitet werden. Von einem bitteschön neu zusammengesetzten Rat für Rechtschreibung. Und für all dies möge «die St. Galler Regierung ihren Einfluss geltend machen».

21. 2. 2007

Graf, Klaus: 83 Tonnen Bücher als Müll. Die Universität Eichstätt vernichtet eine Klosterbibliothek. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21. 2. 2007, nr. 44, s. 35, Feuilleton

Der Stadtdechant von Neumarkt in der Oberpfalz war 1802 einer von vielen Ortsgeistlichen, denen die "Abwicklung" der säkularisierten Bettelordens-Bibliotheken anvertraut wurde. Die meisten Bücher der Neumarkter Kapuziner befand er als "wahrhaft schädlich" und zwar nicht nur wegen ihres "widersinnigen, abergläubischen und lächerlichen Inhalts, sondern auch wegen des schlechten Teutsches und fehlerhafter Orthographie". Sie sind wohl komplett in die Altpapierverwertung gegangen [. . .].

20. 2. 2007

Valentin, Jean-Marie: siehe Jean-Marie Zemb. Le Monde, 20. 2. 2007

Esprit droit, compagnon chaleureux, maître accueillant, Jean-Marie Zemb fut aussi un esprit engagé au service de l'Europe, de la recherche scientifique (au CNRS par exemple), de l'écologie et des questions de défense, mais aussi, encore et toujours, de la langue allemande, dont il commenta avec verve mais avec une juste modération les rocambolesques épisodes qui accompagnèrent la réforme de son orthographe.

19. 2. 2007

Bauszus, Jens: Ausnahmezustand im Teletubby-Land. Focus Online, 19. 2. 2007

Über sieben Millionen Zuschauer lockte die ARD am Freitagabend mit „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“ vor den Fernsehschirm. [. . .] So kalauerte beispielsweise der so hoch gelobte Debütant Andy Ost zum Thema Rechtschreibreform, jeder sollte künftig doch „Schifffahrt mit so viel f schreiben, wie er gerade Zeit hat.“

14. 2. 2007

Hessedenz, Maike: "Das sind Momente für die Ewigkeit" Allgemeine Zeitung, Main-Rheiner, 14. 2. 2007

Er ist der närrische Senkrechtstarter der Kampagne [. . .]. Zum ersten Mal steht er in diesem Jahr auf den Bühnen der Mainzer Vereine - und wurde prompt für die Fernsehsitzung "Mainz bleibt Mainz" engagiert. Und fast scheint es so, als könnte Andy Ost all das, was in den vergangenen Wochen mit ihm und um ihn herum passiert ist, selbst noch nicht fassen. [. . .] Gut 20 Mal ist er bislang in dieser Kampagne als "Promi-Reporter" mit Witzen über Udo Jürgens, Ikea oder die Rechtschreibreform aufgetreten [. . .].

13. 2. 2007

H. K. Kritisch beleuchtete Rechtskulturen. Eine Tagung in Hamburg über transatlantische Reibungsflächen. Neue Zürcher Zeitung, 13. 2. 2007, 228. jg., nr. 36, s. 9, International

Amerika neigt zur Partizipation, Europa vertraut Eliten und Experten. Larsen erklärte, so etwas wie die deutsche Rechtschreibereform sei in Amerika - und Britannien - undenkbar.

siehe stellungnahme

Thierbach, Dieter: Woher stammt der Begriff Tollpatsch? Rheinische Post, RP Online, 13. 2. 2007

Als Tolpatz tritt das Wort 1698 erstmals im Deutschen auf, dann wurde ihm die Ähnlichkeit mit toll und Tölpel zum Verhängnis. Die Rechtschreibreform hat die falsche Schreibung Tollpatsch (statt korrekt Tolpatsch) legalisiert und zur einzig zulässigen Version erklärt. Den Gegnern dieser Reform gilt diese seither als eines der Paradebeispiele für ihre Fehlerhaftigkeit. Die Reformer verweisen zur Begründung ihrer Fehlentscheidung auf die so genannten Volks-Etymologien. Ihrer Ansicht nach haben sich irrtümliche Herleitungen eingebürgert, so dass nun falsche Schreibweisen zu folgen hätten. Wir halten derartige Begründungen jedoch für unsinnig, dass wir hier dem reformierten Regelwerk nicht folgen mögen. Es bleibt beim Tolpatsch.

2. 2007

Mader, Arnold: Konsequenz! — Konsequenz? Sprachspiegel, 2. 2007, 63. jg., nr. 1, s. 27, Rechtschreibung (560 wörter)

Ob allerdings die viel umstrittene offizielle Regelung vonnöten war und sich eine mehr oder weniger einheitliche Handhabung der Orthographie — aufgrund der herrschenden allgemeinen Vernetzung — nicht ohnehin einstellen würde, sei dahingestellt. [. . .] Die Rechtschreibreform, die so mannigfaltige Diskussionen provoziert hat, könnte ja auch — gerade weil die verschiedenen Schreibweisen immer wieder in Frage (auch infrage) gestellt wurden — den Nutzen zeitigen, zu einer gewissen Lockerheit im Umgang mit der Orthographie zu führen [. . .].

Probst, Heinz: Sprach-Jekami. Sprachspiegel, 2. 2007, 63. jg., nr. 1, s. 29, Sprachspiegelei (62 wörter)

Aufwendig wird gemäss der Reform zu aufwändig [. . .]. Ob nun bei inwendig und auswendig [. . .] das «ä» vergessen worden ist oder erst in einer nächsten Phase der deutschen Sprachkultur vorgenommen werden soll, bleibt abzuwarten.

Nf.: Weitgehendes Einlenken in Bezug auf die neue Rechtschreibung. Sprachspiegel, 2. 2007, 63. jg., nr. 1, s. 33, Chronik (243 wörter)

Die «Frankfurter Allgemeine Zeitung», der «Spiegel» und die «Süddeutsche Zeitung», die der Rechtschreibreform bisher nicht gefolgt waren, werden nach den Änderungen durch den Rat für deutsche Rechtschreibung ihre Rechtschreibung zum 1. Januar 2007 den in den Schulen gebräuchlichen Schreibweisen, d.h. den Regeln der neuen Rechtschreibung, weitgehend anpassen.

27. 1. 2007

Lambeck, Martin S.: Blödsinn. Die Welt, 27. 1. 2007

Der Hahase stoltert lächelnd," schreibt René Gisler in seinem Wörterbuch "Der Enzyklop" (erschienen bei Edition diá). Der Hahase gehört laut Gisler zur Gattung "Moveus Ridiculantus", und Sie merken schon: Heute geht es um die neue deutsche Rechtschreibung, mithin also um blühenden Blödsinn. Da passt als Wein zum Buch ein Mosel-Riesling, der ganz einfach in Hochstimmung versetzt - der 2005er Trittenheimer Riesling Kabinett.

Worum geht es? Um wein, von dem man offenbar auch zu viel trinken kann.

25. 1. 2007

Zellner, Josef: Spät-stoiberscher Hau-ruck-Stil. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25. 1. 2007, nr. 21, s. 8, Briefe an die Herausgeber

Im Unterschied zu Hans Maier entzog sich siehe Hans Zehetmair freilich der indirekten Rückzugsaufforderung wegen angeblich fehlender Dynamik seiner Arbeit und wirkte - von der Rechtschreibreform abgesehen - rund ein Jahrzehnt segensreich für die Künste und Wissenschaften in Bayern.

23. 1. 2007

Apel, Friedmar: Komik, die entsetzt. Ganz ohne Duden: Jan Philipp Reemtsma liest Arno Schmidt. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23. 1. 2007, nr. 19, s. 34, Feuilleton

Neben Schmidts Fähigkeiten der komischen Darstellung hebt der Interpret vor allem die spezifische poetische Technik hervor, wie sie in "Zettels Traum" kulminiert. Sie erreiche durch Freigabe der Orthographie und der Bindung an nur eine Sprache "ein Vielfaches an Sinn (und Unsinn)" und damit eine ganz eigene Schönheit der Darstellung, eine Visualität und zugleich "eine Klanglichkeit, die das Beschriebene, man könnte sagen: unter sich lässt".

18. 1. 2007

Gauland, Alexander: Was Merkel von Hardenberg lernen kann. Warum tut sich die Politik mit Neuerungen so schwer; zu viele Interessengruppen kochen ihr eigenes Süppchen. Rheinischer Merkur, 18. 1. 2007, nr. 3, s. 3, Politik

Denn Reform ist zum Unwort geworden, negativ besetzt durch Rechtschreib- oder Gesundheitsreform. [. . .] Umso schlimmer, wenn der Begriff wie die Sache an Nutzloses verschwendet wird. Kein Politiker, nicht Kohl, nicht Schröder oder Merkel, hat dem Reformbegriff mehr geschadet als die Betreiber der Rechtschreibreform. Hier fand statt, was Reformgegner überall vermuten: das sinnlose, hochmütige Beseitigen von Bewährtem ohne Not, das Außerkraftsetzen des konservativen Grundsatzes: Wer verändern will, trägt die Beweislast.

Das leben in höhlen hat sich auch bewährt, und es ist nicht bewiesen, dass die umsiedelung in pfahlbauten usw. eine gute idee war.

15. 1. 2007

Stock, Walter: Ehrenhaft. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15. 1. 2007, nr. 12, s. 7, Briefe an die Herausgeber (125 wörter)

Ich fürchte, dass unsere Sprache durch die Reform an Nuancierungsvermögen und damit an Ausdruckskraft verloren hat.

13. 1. 2007

Arnold, Eike: Rechtschreibung und Sprachempfinden. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13. 1. 2007, nr. 11, s. 19, Briefe an die Herausgeber (354 wörter)

Die siehe F.A.Z. hätte allen Grund, weiter bei der alten Schreibweise zu bleiben, um Anstoß für weitere "Rückreformen" zu geben. Eine Verwirrung etwa nachwachsender Lesergenerationen, die in den Schulen zur Reformschreibweise angehalten werden, ist meines Erachtens nicht zu befürchten. Auch eine Einheitlichkeit mit den Schreibweisen anderer Zeitungen rechtfertigt eine Übernahme der neuen Rechtschreibung nicht.

5. 1. 2007

Stachels, Angela: Besser erlernbar. siehe Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5. 1. 2007, nr. 4, s. 9, Briefe an die Herausgeber (85 wörter)

Glückwunsch zur Einsicht [. . .].

2. 1. 2007

Lucht, Harald: Enttäuschung. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. 1. 2007, nr. 1, s. 8, Briefe an die Herausgeber (111 wörter)

Nun auch Sie, die geschätzte siehe F.A.Z. - ein letzter Fels in der Brandung gegen Schifffahrt und andere Weisheiten der sogenannten Rechtschreibreform [. . .]. Und [. . .] bitte verschonen Sie uns jedenfalls auch vor den dummen drei Konsonanten aus dem Wegfall der Drei-Konsonanten-Regel.

Kulenkampff, Jens: Unverzeihlich. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. 1. 2007, nr. 1, s. 8, Briefe an die Herausgeber (126 wörter)

Man verstehe durchaus, schreibt der Leser in seinem leicht resignierten und doch ermutigenden Brief, dass die siehe F.A.Z. "sich nicht länger als einzige deutschsprachige Tageszeitung . . . gegen die von den Mächtigen hierzulande verordneten Rechtschreibveränderungen wehren mag". Doch genau das versteht man durchaus nicht.

Ulrich, Stefan: Argument. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. 1. 2007, nr. 1, s. 8, Briefe an die Herausgeber (121 wörter)

Es war immer eine Freude, die bewährte Schreibweise in Ihrer Zeitung vorzufinden. Nicht zuletzt diente es mir als Argument, selbst die neuen Regeln nicht anzuwenden, da auch Deutschlands führende Tageszeitung sie nicht einsetzt.

ddp/jW: Egal. junge Welt, 2. 1. 2007, s. 13, Feuilleton (98 wörter)

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, siehe Josef Kraus, sieht rund fünf Monate nach der Verbindlichkeit der Rechtschreibreform »eine gewisse Resignation« in den Schulen. [. . .] Die Resignation werde irgendwann »in Beliebigkeit« münden.

Und irgendwann geht die welt unter.


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Rolf Landolt