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Thomas Steinfeld, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. 8. 1999
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Noch unvernünftiger, als es diese Reform schon ist, wäre der Versuch, das Alte um jeden Preis bewahren zu wollen und das Nebeneinander von mehreren Rechtschreibungen zu forcieren. Die Niederlage der Vernunft ist da, das Durcheinander ist groß, und der Groll macht es nicht besser. Vom heutigen Tag an wird diese Zeitung nach den Regeln der neuen Rechtschreibung redigiert.
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Borghild Niemann, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8. 7. 2000, Briefe an die Herausgeber
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Warum eigentlich hat die F.A.Z. jahrelang kritische Artikel veröffentlicht, um dann mit fadenscheinigen Gründen umzufallen?
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Kurt Reumann, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27. 7. 2000
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Schluß damit: Die Reform stiftet nur Verwirrung. […] Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" wird vom 1. August an zur alten Rechtschreibung zurückkehren. […] Die neue Rechtschreibung rettet die Einheitlichkeit nicht, vielmehr zerstört sie sie.
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Stuttgarter Nachrichten, 28. 7. 2000
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Man durfte das erwarten. Die Zeitung, die dafür bekannt ist, dass sie zwar kluge, aber keineswegs dem schwankenden Zeitgeist verfallene Leser anspricht, verbannt die neue Rechtschreibung aus ihren Spalten. […] Wer sich der Reform freiwillig angeschlossen hat, darf auch jederzeit aussteigen. Doch wohin führt ein Schritt zurück? Ein Jahr nach Übernahme der neuen Regeln durch die Zeitungsverleger wäre die allgemeine Verwirrung komplett, wollte man das Rad der Reform zurückdrehen, gar die neue Rechtschreibung an den Schulen in Frage stellen.
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Eckhard Henscheid, Die Zeit, 3. 8. 2000
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Zeitung für Deutschland — wenn je der stolze Blattuntertitel Sinn gezeigt und -zeugt hat, dann an jenem Tag.
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Alexander Barti, Junge Freiheit, 11. 8. 2000
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Wie weit die geistige Umnachtung vorgedrungen ist, wird der aufmerksame FAZ-Leser in der Ausgabe vom 5. August bemerkt haben: Dort prangt auf Seite 7 eine ganzseitige, farbige Anzeige des Duden Verlages, in der "das umfassende Standardwerk auf Grundlage der neuen amtlichen Regeln – jetzt noch benutzerfreundlicher" angepriesen wird. Wenn man diesen Akt der völlig fehlgeleiteten Werbung in die politische Landschaft projiziert, käme das einer ganzseitigen Anzeige der NPD in der tageszeitung gleich.
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Jürgen Pöschel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10. 8. 2004, Briefe an die Herausgeber
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Ich finde es bedauerlich, daß sich die F.A.Z., die sich doch als Zeitung für ganz Deutschland versteht, in derart einseitiger Weise der Agitation gegen die Rechtschreibreform verschreibt. Es fällt auf, daß manche Argumente gegen die Rechtschreibreform mit um so größerer Emphase vorgebracht werden, je schwächer sie sind.
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Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16. 2. 2006, s. 1
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Die Frankfurter Allgemeine Zeitung begrüßt die Vorschläge des Rates für deutsche Rechtschreibung, sofern sie die bisherige Rechtschreibung wiederherstellen.
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Hans Maier, Reiner Kunze, Ralph Giordano, Hans Krieger, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27. 3. 2006
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Mit ihrer Rückkehr zur bewährten Rechtschreibung im August 2000 hat die Frankfurter Allgemeine Zeitung ganz erheblich dazu beigetragen, daß eine Revision der mißratenen Rechtschreibreform möglich wurde. Der Gewinn dieses beispielhaften Engagements darf jetzt nicht durch einen voreiligen Kompromiß verspielt werden. […] Das Eintreten der F.A.Z. für die bewährte Schreibung zeugte von Sprachbewußtsein und bildungspolitischer Verantwortung. Wir bitten die Herausgeber der F.A.Z mit aller Dringlichkeit, sich in diesem vorblildlichen Engagement für die Sprachkultur nicht irremachen zu lassen.
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Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. 12. 2006, s. 1
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Die Frankfurter Allgemeine Zeitung wird ihre Rechtschreibung vom 1. Januar 2007 an den in den Schulen gebräuchlichen Schreibweisen weitgehend anpassen. Die Redaktion wird dabei nach Möglichkeit die wieder zugelassenen Schreibweisen der bewährten Rechtschreibung verwenden.
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Angela Stachels, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5. 1. 2007, Briefe an die Herausgeber
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[…] etwas klein(laut) wurde der Wechsel zur neuen Rechtschreibung ja angekündigt, aber das ist nach dem großen Protestgeschrei menschlich nur verständlich. Ebenso, dass die große F.A.Z. wie ein kleines Kind ein bisschen recht behalten will […].
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