Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

Wer ist wer in der reformdiskussion? Institutionen, zitate, anmerkungen.

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rat für deutsche rechtschreibung

adresse

geschäftsstelle am Institut für Deutsche Sprache (IDS), postfach 10 16 21, D-68016 Mannheim

elektronische post

guethert@ids-mannheim.de

url

www.rechtschreibrat.com


aufgabe

Der neue rat für deutsche rechtschreibung hat die aufgabe, die einheitlichkeit der rechtschreibung im deutschen sprachraum zu bewahren. Er wird die entwicklung der schreibpraxis beobachten und die rechtschreibung auf der grundlage des ortografischen regelwerks im notwendigen umfang weiterentwickeln. (Ergebnisse der 307. Plenarsitzung der siehe Kultusministerkonferenz, KMK-Pressemitteilung, 15. 10. 2004)


mitglieder für Österreich

siehe Karl Blüml

dr., landesschulinspektor

didaktik

Günter Lusser

ostr professor

pädagogische akademie Feldkirch

siehe Richard Schrodt

prof. dr.

wissenschaft

siehe Ulrike Steiner

mag.

wörterbuch (öbv/hpt)

siehe Helmut Zilk

dr., bundesminister a.d.

pädagogik

Kurt Scholz

dr., obersenatsrat

ehemaliger wiener stadtschulratspräsident

Hans Haider

dr.

ehemaliger kultur-ressortleiter der "Presse"

siehe Georg Glöckler

dir.

geschäftsführer des schulbuchverlags öbv&hpt

siehe Ludwig Laher

dr.

autoren

mitglieder für die Schweiz

siehe Horst Sitta

prof. dr. dr. h.c.

fachwissenschaft

siehe Peter Gallmann

prof. dr.

fachwissenschaft

Thomas Lindauer

prof. dr.

fachdidaktik

siehe Max A. Müller

 

lehrerorganisationen

Roman Looser

dr. phil.

lehrerorganisationen

siehe Werner Hauck

dr. h.c.

öffentliche verwaltung

Peter Feller

 

schulbuchverlage

siehe Stephan Dové

 

Verband schweizer presse

siehe Monique R. Siegel

dr.

siehe DeutschSchweizer PEN Zentrum

mitglied aus dem Fürstentum Liechtenstein

Renate Gebele Hirschlehner

 

schule

mitglieder für Deutschland

siehe Ludwig M. Eichinger

prof. dr.

siehe Institut für deutsche Sprache

Norbert Richard Wolf

prof. dr. dr. h.c. mult.

siehe Institut für deutsche Sprache

siehe Peter Eisenberg

prof. dr.

siehe Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung

Uwe Pörksen

prof. dr.

siehe Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung

siehe Matthias Wermke

dr.

siehe dudenredaktion des Bibliographischen Instituts & F.A. Brockhaus AG

Sabine Krome

dr.

Wissen Media Verlag/Wahrig-Wörterbuch

siehe Rudolf Hoberg

prof. dr.

siehe Gesellschaft für deutsche Sprache

siehe Werner Besch

prof. dr.

siehe Union der deutschen Akademien der Wissenschaften

Jacob Ossner

prof. dr.

Symposion Deutschdidaktik e.V.

Fritz Tangermann

std

Fachverband Deutsch im Deutschen Germanistenverband

Edmund Jacoby

dr.

siehe Börsenverein des deutschen Buchhandels

Michael Banse

 

VdS Bildungsmedien e.V.

Ulrike Kaiser

 

Deutscher Journalistenverband/Deutsche Journalistenunion

Jürgen Hein

 

Arbeitsgemeinschaft der deutschsprachigen Nachrichtenagenturen

Anja Pasquay

 

Bundesverband deutscher Zeitungsverleger BDZV

Wolfgang Fürstner

 

Verband deutscher Zeitschriftenverleger e.V.

 

siehe PEN-Zentrum Deutschland

Ludwig Eckinger

dr.

Deutscher Beamtenbund/Deutscher Gewerkschaftsbund

mitglied aus der autonomen provinz Bozen-Südtirol

Rudolf Meraner

dr.

direktor des pädagogischen instituts

vorsitz

siehe Hans Zehetmair

dr. h.c. mult.

staatsminister a.d.


ehemaliges mitglied

siehe Theodor Ickler

prof. dr.

siehe PEN-Zentrum Deutschland


einsetzung

17. 12. 2004


Zitate

Ergebnisse der 306. Plenarsitzung der Kultusministerkonferenz, KMK-Pressemitteilung, 4. 6. 2004

Die Kultusministerkonferenz ist der Auffassung, dass die Entwicklung des Schriftgebrauchs zukünftig über einen längeren Zeitraum hinweg zu beobachten ist. [. . .] Für diese Beobachtung sollte [. . .] ein "Rat für deutsche Rechtschreibung" geschaffen werden, der die Aufgaben der siehe Zwischenstaatlichen Kommission für deutsche Rechtschreibung sowie der jeweiligen siehe Beiräte übernimmt. Mit der Bundesregierung sowie den zuständigen Stellen in Österreich, der Schweiz und Liechtensteins soll eine abgestimmte Vorlage über die Aufgaben eines künftigen "Rates für deutsche Rechtschreibung" vorgelegt werden. Die Zusammensetzung des "Rates für deutsche Rechtschreibung" soll durch ein hohes Maß an Pluralität gekennzeichnet sein und damit eine große Akzeptanz bei allen Beteiligten erfahren. [. . .] Die Kultusministerkonferenz begrüßt die grundsätzliche Bereitschaft der siehe Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, sich an der Erörterung von Aufgaben und Struktur dieses Rates zu beteiligen.

Ergebnisse der 307. Plenarsitzung der Kultusministerkonferenz, KMK-Pressemitteilung, 15. 10. 2004

Neben fachlich ausgewiesenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ist die gleichberechtigte Mitgliedschaft von Vertreterinnen und Vertretern aus dem Verlagswesen, der Zeitungs- und Zeitschriftenverlage, aus dem pädagogischen sowie aus dem journalistischen und schriftstellerischen Bereich vorgesehen. Die Auswahl der vorgeschlagenen Institutionen macht deutlich, wie wichtig es der Kultusministerkonferenz ist, möglichst viel Kompetenz und möglichst viele Sichtweisen einzubinden. In dem Rat haben ausdrücklich auch Kritikerinnen und Kritiker der reformierten Rechtschreibung einen Platz.

Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung, pressemitteilung, 22. 10. 2004

Die siehe Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung ist nicht bereit, dem von der Kultusministerkonferenz beschlossenen Rat für deutsche Rechtschreibung beizutreten, da dessen Aufbau falsch und dessen Arbeitsbedingungen unzulänglich sind.

siehe Katharina Rutschky, Die Welt, 5. 11. 2004

Die Mitarbeit im Rechtschreibrat ist ein harmoniesüchtiges Angebot der KMK an die Opposition. Als Altachtundsechzigerin bin ich trotzdem dafür, den Rechtschreibgegnern eine Chance zu geben.

oll., Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31. 12. 2004

[. . .] deutet alles darauf hin, daß der Rat die Arbeit der siehe Zwischenstaatlichen Kommission unter anderem Namen weiterführt.

Yahoo! Nachrichten, 18. 2. 2005, 17:44

Zehetmair [. . .] sprach sich dafür aus, dass der Rat seine Empfehlungen zur Reform mit einer Zweidrittelmehrheit beschließen sollte. Die Entscheidungen sollten auch tragen und nicht durch knappe Mehrheiten entwertet werden. Die Kultusministerkonferenz hatte die einfache Mehrheit vorgeschlagen.

siehe Thomas Steinfeld, Süddeutsche Zeitung, 19. 2. 2005

Eine einheitliche Darstellung des Rates nach außen wird es nun [. . .] kaum noch geben. [. . .] Zu heterogen ist die Zusammensetzung, zu unterschiedlich sind die sprachwissenschaftlichen Kompetenzen, und auch Laien zählen dazu. Der überwiegend aus Interessenvertretern und nicht mit Orthografie-Vertretern besetzte Rat wird, so scheint es, das herrschende Durcheinander weiter vergrößern und sich nicht einmal auf eine homogene Darstellung seiner Aufgaben verständigen können.

siehe Theodor Ickler, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25. 2. 2006

Das Herumsitzen in Gremien zweifelhaftester Zusammensetzung mit dem Zweck, an der Sprache von 100 Millionen Menschen herumzubasteln, oder vielmehr an dem leichtfertigen Anschlag auf diese Sprache, ist grotesk.

siehe Max A. Müller, Tages-Anzeiger, 4. 3. 2006

Ich bin ein altes Schlachtross und habe Tausende von Sitzungsstunden erlebt. Solche Sitzungen wie in Mannheim sind mir aber nie untergekommen. Auch was die Leitung der Diskussion angeht. Das hatte mit durchschnittlich mitteleuropäischen Standards nichts mehr zu tun.


Rolf Landolt, 2006-3-21