Wer ist wer in der reformdiskussion? Institutionen, zitate, anmerkungen.
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Ergebnisse der 306. Plenarsitzung der Kultusministerkonferenz, KMK-Pressemitteilung, 4. 6. 2004 |
Die Kultusministerkonferenz ist der Auffassung, dass die Entwicklung des Schriftgebrauchs zukünftig über einen längeren Zeitraum hinweg zu beobachten ist. […] Für diese Beobachtung sollte […] ein "Rat für deutsche Rechtschreibung" geschaffen werden, der die Aufgaben der |
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Ergebnisse der 307. Plenarsitzung der Kultusministerkonferenz, KMK-Pressemitteilung, 15. 10. 2004 |
Neben fachlich ausgewiesenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ist die gleichberechtigte Mitgliedschaft von Vertreterinnen und Vertretern aus dem Verlagswesen, der Zeitungs- und Zeitschriftenverlage, aus dem pädagogischen sowie aus dem journalistischen und schriftstellerischen Bereich vorgesehen. Die Auswahl der vorgeschlagenen Institutionen macht deutlich, wie wichtig es der Kultusministerkonferenz ist, möglichst viel Kompetenz und möglichst viele Sichtweisen einzubinden. In dem Rat haben ausdrücklich auch Kritikerinnen und Kritiker der reformierten Rechtschreibung einen Platz. |
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Peter Schmachthagen, Hamburger Abendblatt, 31. 7. 2007 |
Als der orthografische Gegenwind und der Graben zwischen Alt-Schreibern und Reformunterstützern zum politischen Risiko zu werden drohte, konstituierte sich am 17. Dezember 2004 der Rat für deutsche Rechtschreibung, der die strittigen Punkte der Reform noch einmal erörtern sollte. |
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Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung, pressemitteilung, 22. 10. 2004 |
Die |
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Die Mitarbeit im Rechtschreibrat ist ein harmoniesüchtiges Angebot der KMK an die Opposition. Als Altachtundsechzigerin bin ich trotzdem dafür, den Rechtschreibgegnern eine Chance zu geben. |
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oll., Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31. 12. 2004 |
[…] deutet alles darauf hin, daß der Rat die Arbeit der |
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Yahoo! Nachrichten, 18. 2. 2005, 17:44 |
Zehetmair […] sprach sich dafür aus, dass der Rat seine Empfehlungen zur Reform mit einer Zweidrittelmehrheit beschließen sollte. Die Entscheidungen sollten auch tragen und nicht durch knappe Mehrheiten entwertet werden. Die Kultusministerkonferenz hatte die einfache Mehrheit vorgeschlagen. |
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Thomas Steinfeld, Süddeutsche Zeitung, 19. 2. 2005 |
Eine einheitliche Darstellung des Rates nach außen wird es nun […] kaum noch geben. […] Zu heterogen ist die Zusammensetzung, zu unterschiedlich sind die sprachwissenschaftlichen Kompetenzen, und auch Laien zählen dazu. Der überwiegend aus Interessenvertretern und nicht mit Orthografie-Vertretern besetzte Rat wird, so scheint es, das herrschende Durcheinander weiter vergrößern und sich nicht einmal auf eine homogene Darstellung seiner Aufgaben verständigen können. |
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Das Herumsitzen in Gremien zweifelhaftester Zusammensetzung mit dem Zweck, an der Sprache von 100 Millionen Menschen herumzubasteln, oder vielmehr an dem leichtfertigen Anschlag auf diese Sprache, ist grotesk. |
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Ich bin ein altes Schlachtross und habe Tausende von Sitzungsstunden erlebt. Solche Sitzungen wie in Mannheim sind mir aber nie untergekommen. Auch was die Leitung der Diskussion angeht. Das hatte mit durchschnittlich mitteleuropäischen Standards nichts mehr zu tun. |
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Im Mittelpunkt stehen seit zwei Jahren nicht mehr Korrekturen, sondern die Beobachtung der deutschen Sprache. Zum Beispiel schauen wir, ob sich bei den Fremdwörtern gewisse Eindeutschungen durchsetzen. |
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Riskieren wir deshalb einen konkreten Vorschlag, mit dem sich zahllose Diskussionen unter Fachleuten bündeln lassen. Ein Rat für Rechtschreibung, dem mittelfristig die Regelung der Orthographie des Deutschen obliegt, hat eine ungerade Zahl von weniger als zehn Mitgliedern. Sie sind Fachleute für Erhebung und Auswertung von Sprachdaten, für deren systematische Beschreibung wie für die Umsetzung der Beschreibungen in ein transparentes, einer größeren Öffentlichkeit zugängliches Regelwerk. Der Rat verfügt über Mittel zur Erfüllung seiner Aufgaben. Ihm steht ein Weg offen, den er zum Inkraftsetzen seiner Vorschläge beschreiten kann. |
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Die deutsche Orthographie braucht keinen Rat, der statistisch feststellt, ob die Schriftbenutzer künftig grünstreichen oder nicht lieber grün streichen. |
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Günther Birkenstock, DW-World.de (Deutsche Welle), 12. 1. 2011 |
Für das Ergebnis des jetzigen Berichts haben die Mitglieder zudem einiges an Strecke zurückgelegt. Sie sind zu zehn Tagungen in acht verschiedene Orte in sechs Länder Europas gereist […]. So richtig viel Lust scheinen einige der Ratsmitglieder allerdings nicht gehabt zu haben, so dass nur ein Durchschnittswert von 6,6 Sitzungen pro Person herauskam. Das hat die Arbeit natürlich nochmals erschwert, vieles musste jedes Mal neu diskutiert werden. |