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Der Bund für vereinfachte rechtschreibung nimmt stellung

Zu «Verwirrung im Glattal». Tages-Anzeiger, 12. 4. 1999

Selbstverständlich heisst das tal der Glatt jetzt Glatttal. Ebenso selbstverständlich müssen sich die genannten institutionen nicht daran halten, aber die kreisschulpflege wird sich wohl an der schule orientieren. Die verkehrsbetriebe sind eine aktiengesellschaft und können den namen mit einem, zwei, drei oder vier t schreiben. Sie werden sich aber vermutlich überlegen, ob sie in zukunft am zeilenende Glat-tal trennen oder die frühere trennungsregel (Glatt-tal) für sich allein konservieren oder vielleicht doch generell Glatttal schreiben wollen. Sicher wird man kein briefpapier wegwerfen. Die kreisschulpflege könnte es bis 2005 aufbrauchen, wird es aber vorher wegen der neuen telefonnummern ersetzen.

Es mag lehrer mit einem statischen weltbild geben, die durch den «Widerspruch zwischen Duden und Wirklichkeit» in einen erklärnotstand kommen. Andere werden den schülern die für das ganze leben hilfreiche erkenntnis vermitteln, dass sich in der wirklichkeit ab und zu etwas ändert und dass eine änderung mit einer übergangszeit verbunden sein kann.

Ob es «motivierend» ist, «einer Firma anzugehören, die nicht einmal ihren Namen richtig schreibt», fragen Sie am besten in Ihrem eigenen haus, bei der «SonntagsZeitung»!

Mit freundlichen grüssen

Rolf Landolt, Bund für vereinfachte rechtschreibung

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Zusammenstellung dieser seite: Rolf Landolt, vorsitzer; april 1999
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