Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)was ist was: stichworte → freiheit

Nachgeführt 11. 3. 2012, 17. 11. 2011

freiheit

neu Lars Großkurth, Bundesverband deutscher Pressesprecher, Bild, 10. 8. 2004

Wir brauchen Klarheit für unsere Arbeit. Es kann nicht sein, dass jeder schreiben darf, wie er will.

Es kann nicht nur sein, es ist so.

Leo Weisgerber, in Ernst Pacolt, Beiträge zur Erneuerung der deutschen Rechtschreibung, 1972

Im Verhalten zu den objektivierten Gebilden ist der Mensch durch zwei gleich wichtige Aufgaben bean­sprucht: als Wahrer der Tradition und als Wahrer der Freiheit seinen eigenen Schöpfungen gegenüber.

Daniel Thürer, Schweizer Monatshefte, 11. 2003

Die Einheitlichkeit des Sprachgebrauchs ist als Grundwert weniger gewichtig als die persönliche Freiheit. Das gilt auch für die einheitliche Schreibweise.

Sascha Tegtmeier, die tageszeitung, 1. 8. 2006

Das kreative Schreibchaos. Die neue Rechtschreibreform gibt der Sprache Luft zum Atmen.

Ingo Wagner, Deutschland­funk, 11. 9. 2010, 14:05 uhr, sendung Pisaplus

Deutsche Sprache, schwere Sprache. Wo findet man Hilfe bei Rechtschreibproblemen?

neu Gerhard Schwarz, Neue Zürcher Zeitung, 3. 3. 2012

Ein […] Vorteil einer freien Ordnung ist ihre Fortschrittsträchtigkeit. Sie erlaubt Versuch und Irrtum, die Suche nach Neuem. [Dazu] gehört […], dass Freiheit als pathetischer Begriff […] zwar eine gewisse Attraktivität besitzt, dass sie im Alltag aber oft als unbequem empfunden wird. «Die Qual der Wahl», «sich entscheiden müssen» – Redewendungen verraten, dass das, was der Liberalismus als Lust versteht, von vielen als Last empfunden wird. Stattdessen streben die meisten Menschen nach dem, was Wirtschafts­nobelpreisträger James M. Buchanan «Parentalismus» nennt. Andere Personen, der Staat oder transzendente Kräfte sollen eine elterliche Rolle übernehmen und Entscheidungen abnehmen. […] Dem Verkaufserfolg entgegen steht ferner die Langfristigkeit liberalen Denkens. Dieses ist mehr auf Risiko und Innovation als auf Erhalt des Erreichten ausgerichtet. […] Die liberale Ordnung trägt dem «Normalmenschen» […] am besten Rechnung und verlangt weder ein besonderes gesellschaftliches Bewusstsein noch neue Menschen.