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Eberhard Rathgeb, Spiegel Online, 8. 8. 2004
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Kann man den Zusammenschluß von Springer, Spiegel und "SZ" als Machtkampf sehen zwischen Medien und Staat? [Aust:] Nein. Ein Machtkampf wäre es gewesen, wenn diese Rechtschreibreform sich durchgesetzt hätte und die Mehrheit sie beherrscht und akzeptiert hätte. Aber das Gegenteil ist der Fall.
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Matthias Heine, Welt am Sonntag, 9. 10. 2011
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Für weitere Vereinheitlichung wird weniger der Rat für die Rechtschreibung sorgen […]. Größeren Einfluss dürften die Medien und die Mehrheit der Deutschschreiber haben. Schon die 2006 Gesetz gewordene Regelung war ja eine Nachbesserung der 1996 verabschiedeten und 1998 in Kraft getretenen Reform. Die Nachbesserung wurde unter anderem dadurch erzwungen, dass manche Medien wie die Zeitungen des Verlags Axel Springer jene erste Reform entweder gar nicht mitgemacht hatten oder nach einer Testphase wieder zur alten Schreibung zurückgekehrt waren. Und auch heute noch spielen die Medien eine Schlüsselrolle bei der weiterhin erforderlichen Feinjustierung der Reform.
Das ist wohl wahr, aber nicht gut.
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