Das aktuelle zitat
Dies gelesen:
Endgültig ist auch der jetzige Zustand nicht.
Thomas Steinfeld, Süddeutsche Zeitung, 1. 8. 2007
Und dies gedacht: Des einen befürchtung ist des anderen hoffnung. Wie auch immer: Richtig endgültig ist eigentlich nichts auf der welt.
So ist es eigentlich immer in Deutschland. Nie hält die Realität den zuvor geschürten Ängsten stand. Man hört die Argumente, versteht aber das Pathos nicht ganz. Ob deutsche Einheit, fünfstellige Postleitzahlen, Ladenschluss-Liberalisierung, Rechtschreibreform, Holocaustmahnmal, Rauchverbot, Euro-Einführung, dreiprozentige Mehrwertsteuererhöhung: Die Gegner ringen entsetzt die Hände, rufen „Niemals“, „Verderbnis“ und „Undenkbar“, beschwören die Apokalypse und sehen entweder die Kultur oder die Konjunktur in allergrößter Gefahr. Dann wird entschieden, und es kehrt automatisch Ruhe ein. Der Furor verpufft, die schlimmen Prognosen erweisen sich als maßlos übertrieben. Als wäre nichts gewesen. Woran liegt das? Wenn die Deutschen vor einem Problem stehen, empfinden sie offenbar widersprüchlich: Irgendetwas muss passieren, aber es darf sich um Gottes willen nichts ändern. Änderungsaversion plus Hysterie plus Fantasiearmut sind die Kennzeichen der meisten Debatten. [. . .] die Beispiele belegen, dass oft weit mehr an Veränderung gesellschaftlich möglich ist, als es scheint.
Malte Lehming, Der Tagesspiegel, 6. 7. 2007
Dies gelesen:
Die Südostschweiz, 13. 4. 2007, s. 16
Und dies gedacht: Schreibschwäche auch. Und gegen beides hilft eine bessere rechtschreibung.
Dies gelesen:
Und dies gedacht: Zum glück hat diese organisation nicht den einfluss auf die rechtschreibung, den sie gerne hätte.
Die
Frankfurter Allgemeine Zeitung wird ihre Rechtschreibung vom 1. Januar 2007 an den in den Schulen gebräuchlichen Schreibweisen weitgehend anpassen.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. 12. 2006, s. 1
Der Bundesrat [. . .] teilt [. . .] die Ansicht der Postulantin, dass die deutsche Rechtschreibung unbedingt konsensfähig gemacht werden muss.
Stellungnahme des schweizerischen
bundesrates zu einem
postulat von

Kathy Riklin, 24. 11. 2004.
Konsens führt immer zu Mittelmässigkeit. Wenn wir glauben, der Konsens sei der Weg unserer Gemeinschaft, dann schaffen wir am besten gleich die Demokratie ab und sagen: 50 Prozent sind dafür und 50 Prozent dagegen.
Beda M. Stadler, professor für immunologie, universität Bern. Migros-Magazin, 2. 10. 2006
Endlich Sicherheit!
Wahrig, Die deutsche Rechtschreibung, streifbandwerbung
Die Deutschen würden — vor die Wahl gestellt — sich eher für Sicherheit als für Freiheit entscheiden.
Joachim C. Fest
Dies gelesen:
Nicht zuletzt gilt es, der deutschsprachigen Bildungsbürokratie wieder einmal in Erinnerung zu rufen, dass Rechtschreibung nicht zuerst für die Schreibenden, sondern für die Lesenden da ist.
Gottlieb F. Höpli, chefredaktor, St. Galler Tagblatt, 24. 6. 2006
Dies gelesen:
Die Sprache kennt keine Kompromisse.
Erklärung von schriftstellern gegen die neue rechtschreibung, Süddeutsche Zeitung, 31. 3. 2006
«Das Chaos ist herbeigeredet.»
Hans Ulrich Stöckling, präsident der
erziehungsdirektorenkonferenz, St. Galler Tagblatt, 1. 3. 2006
Die Vorschläge des

Rats für deutsche Rechtschreibung erfüllen elementare Erwartungen der Schulen nicht.
LCH Dachverband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer, offener brief an die
erziehungsdirektorenkonferenz
Was bleibt von der Rechtschreibreform?
Spiegel Online, 27. 10. 2005
Eigentlich ist doch längst die Zeit reif, um die generelle Kleinschreibung einzuführen. Dies wäre eine echte Erleichterung.
Hanspeter Kern, gastkolumnist, Aargauer Zeitung, 5. 9. 2005
Dies gelesen:
Rechtschreibung ist eine Frage des Common sens und der Sprachentwicklung, keine Frage, die man von oben verordnen kann.
Ernst Gottfried Mahrenholz, deutscher ex-verfassungsrichter, Die Welt, 13. 7. 2005
Und dies gedacht: Liebe schüler, das ist es, was ihr eurem lehrer entgegenschleudern müsst, wenn ihr probleme mit alter, neuer oder übergangsmässiger rechtschreibung habt! (Und dann dürft ihr das fremdwort auch so schreiben wie der herr richter.)
Die Rechtschreibreform ist ein voller Erfolg zumindest, wenn es um das Lesen von Texten geht.
Der Tagesspiegel, 17. 6. 2005
Dies gelesen:
Tages-Anzeiger, 12. 5. 2005, zur internationalen vergleichsstudie ALL (Adult literacy and life skills)
Und einmal mehr gedacht: Wenn menschen mit einer sache probleme haben, kann es auch an der sache liegen.
Ja sogar die in den siebziger Jahren beliebte

gemäßigte Kleinschreibung ist wieder diskussionsfähig geworden.
Thomas Steinfeld, Süddeutsche Zeitung, 19. 2. 2005
2004 war das Jahr des Jammers, der Pleiten, des Pechs und der Pannen gewidmet der Depression: Karstadt-Krise, Opel-Katastrophe, Rechtschreibreform-Desaster, Pisa-Schock, EM-Debakel . . . Es ist nun aber so mit der Jammerei, dass einem auch die traurigste Traurigkeit und das vollendetste Versagen irgendwann auf die Nerven gehen.
Süddeutsche Zeitung, 31. 12. 2004
Zufrieden kann man nie sein. Im komplexen system geht immer etwas nicht auf.
Werner Wildener, fahrplanchef der Schweizerischen bundesbahnen SBB, zum neuen fahrplan (nicht zur rechtschreibregelung), Migros-Magazin, 7. 12. 2004
Dies gelesen:
Ein besonderes Lob verdient die deutsche Rechtschreibung für die Widerstandskraft, die sie gegenüber zahllosen Reformversuchen gezeigt hat. Diese dankt sie natürlich ihren Verteidigern, die Ausdauer bewiesen und Überzeugungskraft.
Professor
Horst Haider Munske, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4. 10. 2004
Und das gedacht: Eine fussballmannschaft, die ein 0 : 0 anstrebt, erntet kein lob; und wenn sie es erzielt, ist es nicht zwingend ihr «verdienst».
Bei der neuen Rechtschreibung sehe ich bis heute nicht durch. Es wäre mir lieb, wenn wir zur klassischen Rechtschreibung zurückkehren würden.
Udo Jürgens, star-entertainer, am 30. 9. 70, Bild, 10. 8. 2004
Ich lernte Lesen, Schreiben, Rechnen, nur das Wesentliche nicht. Ich lernte alle alten Normen, doch nicht, wie man sie zerbricht.
Udo Jürgens, star-entertainer, lied «Wer hat meine Zeit gefunden», 1971
22:20 Zischtigsclub. Der Streit ums richtig Schreiben
Titel einer diskussionssendung am 31. 8. im
schweizer fernsehen zum tema rechtschreibreform
Quizfrage (es gibt nichts zu gewinnen): Ist das alte oder neue oder gar keine rechtschreibung?
Liebe leserInnen, die

taz erscheint heute in kleinschreibung.
Peter Unfried, die tageszeitung (taz), 12. 8. 2004, s. 1
Dies gehört:
Stopp rufen 3 deutsche verlage — und schreiben das mit 1 p.
Und das gedacht: Eine wunderschöne illustration der absurdität der kampagne! Das deutsche wort stopp hatte schon immer 2 p. (Strassenverkehrszeichen sind nicht lokalsprachlich.)
Ich persönlich werde in meinem Leben nicht mehr zur vollen Beherrschung der neuen Rechtschreibung vorstoßen.
Angela Merkel, B.Z. Berlin, 25. 7. 2004
Angela Merkel ist gerade 50 geworden. Um ihre Lernfähigkeit scheint es nicht gut zu stehen. Wie steht es aber um die «volle Beherrschung» der alten, der früher geltenden Rechtschreibung, zu der Merkel und viele ihrer Parteifreunde gern zurückkehren würden? Das hat die CDU-Vorsitzende nicht gesagt. Wohlweislich.
Martin Ebel, Tages-Anzeiger, 29. 7. 2004
Die erste Aufführung im diesjährigen politischen Sommertheater war dem Lied "Wir wollen unsere alte Rechtschreibung zurückhaben" vorbehalten.
Peter Ehrlich, Financial Times Deutschland, 15. 7. 2004
Allerdings schreibe ich grundsätzlich alles klein und finde das sehr fortschrittlich. Soweit ich weiß, haben alle unsere Nachbarländer die Kleinschreibung. Nur der Satzanfang und bestimmte Substantive werden groß geschrieben. Dass wir "Es tut mir Leid" nun mit einem großen L schreiben, ist nicht modern, sondern antiquiert.
Hape Kerkeling, Stern, 27. 5. 2004
Ein mensch, der eine bestimmte art zu handeln gewohnt ist, ändert sich nie und muss, wenn die veränderten zeitverhältnisse zu seinen metoden nicht mehr passen, scheitern.
Niccolò Machiavelli, staatsteoretiker, schriftsteller, geboren am 3. 5. 1469
Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.
Albert Einstein (14. 3. 1879 bis 18. 4. 1955)
Die tradierte Rechtschreibung wird praktisch von der gesamten Sprachgemeinschaft beherrscht.
Petition von 50 juristen gegen die rechtschreibreform, 2. 2004
Und das (u. a.) an dieser stelle früher gelesen:

dass einem Drittel der Schulabgänger selbst die elementaren Lesefähigkeiten abgehen,

Legasthenie werde in einigen Sprachen durch besonders komplizierte Rechtschreibung "forciert",

Zur Erleichterung des Lesens sollte die Schriftsprache so weit wie möglich an die gesprochene Sprache angelehnt werden,

Jeder Siebte hat Mühe mit dem Abc,

So mancher schreibt nämlich schon heute nach neuen Regeln, ohne es zu ahnen
Kriege werden geführt, Volkswirtschaften zugrunde gerichtet, die Rentenkasse ist leer, und auch sonst gibt es wenig Grund zur Zuversicht. Doch die Empörung, die sich gegen die Besetzung des Irak, die Gebühr für den Arztbesuch oder den Ausfall der Maut für Lastwagen richtet, fällt gering aus gegen die Irritation, die sich unter den Deutschen jedes Mal verbreitet, wenn die Reform der Rechtschreibung in eine neue Etappe geht. [. . .] Die neue Rechtschreibung weckt auch deshalb immer wieder so große Verärgerung, weil hinter ihr die Fratze einer sich im Nutzlosen, ja Schädlichen verschwendenden Obrigkeit, der puren Schikane erscheint.
Thomas Steinfeld, Süddeutsche Zeitung, 5. 2. 2004
Warum sind «die Deutschen» so hysterisch? Warum ist hier alles so verbissen?
Prof. Michael Wolffsohn, München, Bild, 27. 3. 1998
Tages-Anzeiger (Zürich), 27. 12. 2003 (nicht die rechtschreibreform betreffend, aber dazu passend)
Dies gelesen:
Im Verlaufe dieses verordneten Reformvorgangs hat sich die Ohnmacht der Schreibgesellschaft gegenüber dem Staat herausgestellt. Das ist ein echtes Demokratie-Problem.
Friedrich Dieckmann, Berliner Zeitung, 24. 11. 2003
Und das gedacht: Im verlaufe dieses von unten angeregten reformvorgangs hat sich die macht der schreibgesellschaft gegenüber dem staat herausgestellt. Das ist echte demokratie.
Den Ungewißheiten zukünftiger Versuche ist die Gewißheit der heutigen Regelung bei weitem vorzuziehen.
Max Flückiger, chefkorrektor der FDP-nahen Neuen Zürcher Zeitung, 1974
Sicherheit steht vor jeglicher Verunsicherung!
Hans Weidner, Basel, korrektor, 1974
Erstaunlich: Die Freisinnig-Demokratische Partei der Schweiz (FDP) wirbt auf den Wahlplakaten mit dem Versprechen, für «Sicherheit» im Lande zu sorgen [. . .]. Zugegeben, die Zeiten sind unsicherer als auch schon [. . .]. Doch einer liberalen Partei, als die sich die FDP noch immer versteht, sollte nicht an erster Stelle die Sicherheit am Herzen liegen. Es ist die Freiheit, für die sich Liberale zuallererst einsetzen. [. . .] Die Betonung der Sicherheit durch die FDP hängt nicht nur mit dem Wahlkampf zusammen [. . .], sondern auch mit einem Denken und einer mentalen Stimmung, die im Neuen, im Wechselhaften und im Fremden eher Bedrohliches denn Chancen Bietendes erkennen obwohl sich gerade im Wandel die Fenster zur Freiheit öffnen. Bürgerlich-Liberale sollten daher vom Grundgefühl der Zuversicht und nicht der Ängstlichkeit getragen sein [. . .]. Die Konservativ-Bürgerlichen sollten bedenken, dass sie den nachfolgenden Generationen zwar etwas hinterlassen sollten, das zu bewahren wert ist, doch sollten die Liberalen darauf drängen, dieses nur unter dem Vorbehalt ständiger Veränderung zu akzeptieren.
Neue Zürcher Zeitung, 16. 8. 2003, s. 69, Zeitfragen
Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte.
Gustav Heinemann, 3. bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, geboren am 23. 7. 1899
Es ist erstaunlich, was man alles lernen kann, wenn man will. Jede gewohnheit lässt sich ändern.
Salman Rushdie, schriftsteller, geboren am 19. 6. 1947
Der eine wartet, dass die zeit sich wandelt, der andere packt sie kräftig an und
handelt.
Dante Alighieri, geboren am 30. 5. 1265
Dies gelesen:
Wenn gestern der Krieg begonnen hätte, so die Beschlusslage bei der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, hätte es gestern wichtigeres gegeben, als die eigene Position zur Rechtschreibreform der Presse vorzustellen. Aber so.
Rheinpfalz, 22. 3. 2003, Kultur
Und das gedacht: Tief schürfende akademische gedanken bei der präsentation des
kompromissvorschlags einschliesslich denkanstoss zur substantivgrossschreibung.
Unser Land muss wieder Vertrauen finden, Vertrauen in sich selbst, und es muss seinen Institutionen und all denen vertrauen können, die in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft Verantwortung tragen. [. . .] Diese Welt ist so komplex wie nie zuvor. Die Antwort darauf, warum wir so oder so handeln, ist nie einfach. Sicher ist, dass Fehler begangen wurden. Aber letztlich müssen wir uns entscheiden, ob wir uns von Zweifeln und unguten Gefühlen bedrücken lassen wollen oder ob wir nicht vielmehr gemeinsam an einer demokratischen Gesellschaft weiterbauen wollen, die zu Reformen fähig ist [. . .]. Mein zweiter Wunsch ist, dass wir uns zum Handeln und für die Zukunft entscheiden. Wer in den letzten Jahren das öffentliche Leben [. . .] verfolgt hat, stellt eines fest: Es ist viel leichter zu kritisieren als zu tragfähigen Lösungen für die Probleme unserer Zeit beizutragen. [. . .] Wir müssen den Mut haben, Entscheide zu treffen und manchmal auch ein Risiko auf uns zu nehmen. Wenn wir einem goldenen [. . .] Zeitalter nachtrauern, so ist das nicht nur gefährlich; es ist falsch. Die grossen Epochen unserer Geschichte waren immer geprägt von der Kraft, Entscheide zu treffen – schmerzhafte Entscheide manchmal, aber echte.
Neujahrsansprache von Pascal Couchepin, schweizerischer bundespräsident für 2003, 1. 1.2003
Dies gelesen:
Seit 75 Jahren fordert der „Bund für vereinfachte rechtschreibung“ – man beachte die Schreibweise – das Substantiven klein geschrieben werden sollen.
Links der Woche. Financial Times Deutschland, 6. 11. 2002
Und das gedacht: Man beachte die Schreibweise auch gemäss unseren zielen hat es 1 n zuviel und 1 komma zu wenig, aber über das statt dass könnte man diskutieren.
Dies gelesen:
Nie zuvor ist so intensiv über Probleme der Rechtschreibung nachgedacht worden wie in den vergangenen zehn Jahren.
Horst Haider Munske, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. 3. 2002
Und das gedacht: Wie pflegen wissenschaftliche arbeiten zu beginnen? «Nie zuvor . . .»
Professor Theodor Ickler hält die Neuregelung für "tot" und fordert, sie zu stoppen.
Märkische Allgemeine, 2. 5. 2002
Es geht [. . .] um den geplanten und gewollten Bruch mit der gesamten kulturellen Tradition.
Salcia Landmann, gest. 16. 5. 2002, St. Galler Tagblatt, 6. 7. 1973
Dies gelesen:
In der Schule werden zwar die abstraktesten Dinge vermittelt, doch wird keinem Schüler beigebracht, wie man eine Gewerbeanmeldung ausfüllt und wo man sie abgibt geschweige denn, wie man einen Betrieb führt. Stattdessen tobt in den Köpfen der Verantwortlichen der Kulturkampf um Rechtschreibreform und Pisa-Studie.
Erwin Grandinger,
Die Welt, 22. 4. 2002
Und das gedacht: Aber eine weniger abstrakte rechtschreibung wäre doch was?!
Das internet ist das informationsmedium des BVR. Wenn es den BVR noch nicht gäbe, müsste man ihn allein zu diesem zweck gründen. Leider ist das innerhalb des BVR noch zu wenig bekannt. Unsere zahlreichen älteren mitglieder haben hier vielleicht noch ein problem.
Ich hätte mir eine Reform gewünscht, die viel weiter geht. Die deutsche Rechtschreibreform, wie sie seit Anfang des 20. Jahrhunderts praktiziert wird, ist nicht sakrosankt, sondern überholungsbedürftig.
Hans Christoph Buch, schriftsteller, Die Welt, 28. 2. 2002
Wenn wir wollen, dass alles so bleibt, wie es ist, dann ist es nötig, dass sich alles verändert.
Giuseppe Tomasi di Lampedusa, schriftsteller, 23. 12. 1896 bis 23. 7. 1957
Dies gelesen:
Rund 20 Prozent der Jugendlichen können vor Beginn ihrer beruflichen Laufbahn höchstens einen einfachen Text verstehen. Zu denken geben muss zudem, dass einem Drittel der Schulabgänger selbst die elementaren Lesefähigkeiten abgehen.
Neue Zürcher Zeitung, 5. 12. 2001, zum OECD-forschungsprojekt Pisa.
Und das gedacht: Wenn menschen mit einer sache probleme haben, kann es auch an der sache liegen.
Nehmen wir nur die Großschreibung, die Reform sollte die verringern, denn vieles hat es gar nicht nötig, groß geschrieben zu werden. Genau das Gegenteil ist ein Ergebnis der Reform.
Hansgeorg Stengel, kabarettist,
Güstrower Anzeiger, 12. 11. 2001
Ich bin nicht grundsätzlich gegen Rechtschreibreformen.
Theodor Ickler am 30. 9. 2001 um 12 uhr 34 in St. Gallen.
Dies gelesen:
Die gegenwärtige Scheinblüte der Reformschreibung hat hauptsächlich drei Ursachen: erstens die staatlich verfügte vorfristige Einführung an den Schulen, zweitens die den Redaktionen aufgenötigte Gleichschaltung der Presse und drittens die Voreinstellung der Rechtschreibprüfung in den bekannten Textverarbeitungen.
Theodor Ickler, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 1. 8. 2001
Und das gedacht: Die scheinblüte der substantivgrossschreibung hat drei ursachen: erstens die staatlich verfügte einführung an den schulen, zweitens die gleichschaltung der presse und drittens die voreinstellung der rechtschreibprüfung in den bekannten textverarbeitungen.
Ich möchte mich für die neue deutsche Rechtschreibreform speziell für Kinder und Jugendliche einsetzen und beweisen, dass es keine Rolle spielen muss, ob man das mit ß oder ohne ß schreibt, denn ich selbst beherrsche die Rechtschreibung nicht perfekt und aus mir ist trotzdem was geworden.
Verona Feldbusch,
Bunte, 19. 7. 2001
Verluste tun manchmal mehr weh als Gewinne gut. Das Problem jeder Reform ist, daß mit ihr eine Änderung des Status quo verbunden ist, der aber als solcher hohe Wertschätzung genießt.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. 6. 2001, s. 15, Die Ordnung der Wirtschaft
Am Ende der Preisübergabe sprach Bundesrat Kaspar Villiger über sein Verhältnis zu und seine Erfahrungen mit den Medien. Er betonte ihre wichtige Rolle im Staatsgefüge: Die Medien seien nicht nur Informationslieferanten, sondern sorgten auch dafür, dass die kritisch beobachteten Regierenden nicht vom Pfad der Tugend abwichen. «Wer aber kontrolliert die Medien?», fragte er in die Runde.
Neue Zürcher Zeitung, 10. 5. 2001, nr.107, s. 47
Eine gewisse Entlastung für Menschen mit Rechtschreibschwächen bietet eine Studie, die in der jüngsten Ausgabe des Fachjournals

Science (Bd. 291, S. 2165) veröffentlicht wurde: Legasthenie, heißt es darin, sei zwar zweifellos eine neurologische Störung, sie werde aber in einigen Sprachen durch besonders komplizierte Rechtschreibung "forciert". [. . .] Professor Paulesu sieht im Ergebnis seiner Studie ein wichtiges Argument für Rechtschreibreformen in jenen Ländern, die ihren Kindern das Erlernen der Muttersprache mittels orthographischer Spitzfindigkeiten besonders schwer machen.
Der Standard, 16. 3. 2001
Dies gelesen:
Staatliche Sprachregelungen oder Verbote von Anglizismen wären dagegen unsinnig. «Der Staat sollte sich da raushalten», sagte Nida-Rümelin. Die Rechtschreibreform «sollte einem eine Warnung sein».
AP, 14. 2. 2001
Und das gedacht: Gewiss soll sich der staat aus sprachregelungen raushalten, und es gibt gute gründe dafür, dass er sich auch aus der rechtschreibung raushält (

Leiss). Alle, die sich zur zeit in diesem sinn äussern, würden wir gern beim wort nehmen: Wir empfehlen dem staat, d. h. den volkschullehrern, sich bei den schulanfängern, die die substantivgrossschreibung noch nicht kennen, rauszuhalten.
Die Verlautbarungen einer Gruppe von Gegnern der Neuregelung haben Züge eines Glaubenskrieges angenommen, was weder dem Gegenstand noch der Sache angemessen, noch einer Auseinandersetzung mit dem Gegenstand förderlich ist. Das zeigt sich gerade an diesen Behauptungen, die Neuregelung werde immer weniger angewandt und es herrsche ein Rechtschreibdurcheinander.
Jürg Niederhauser, Der Bund (Bern), 12. 2. 2001
Dies gelesen:
Sollen wir diesen Schießbudenfiguren einmal zeigen, wer, was die deutsche Sprache angeht, wirklich Herr im Hause ist?
Und das gedacht: Wie ist das mit den «denkmustern» einer unseligen vergangenheit?
Wenn man alle vorschläge für die vereinfachung der groß- und kleinschreibung prüft, wenn man unzutreffendes und sekundäres aussondert und alle argumente gewissenhaft gegeneinander abwägt, ist der

verzicht auf die großschreibung der substantive die vernünftigste lösung.
Günther Drosdowski, vor ein paar tagen gestorben, "Vernünftiger schreiben", 1974
Zur Erleichterung des Lesens sollte die Schriftsprache nach Ansicht des medizinischen Psychologen

Ernst Pöppel so weit wie möglich an die gesprochene Sprache angelehnt werden. Eine Reform der Rechtschreibung, die sich an historischen Gegebenheiten orientiere und nicht an der gesprochenen Sprache, sei «eine Katastrophe».
dpa, 24. 11. 2000
http://www.sprache.org/ Diese Seite ist eine "internetseite zur rechtschreibreform vom "Bund fuer vereinfachte rechtschreibung"", Zürich, Schweiz. Da die bei Ihnen gerade sichtbare Seite [
«Kaufempfehlungen für Erzeugnisse in traditioneller Qualitätsrechtschreibung»] aber der Tradition verpflichtet ist, damit die Literatur von Thomas Mann und anderen großen Schriftstellern nicht als Fremdsprache gelesen werden muß, muß ich vor der "reform" der obigen Internetseite warnen.
Jürgen Frielinghaus, autor der «Kaufempfehlungen»
Klar — ein grosser Wurf war die neue Rechtschreibung nicht. Das wäre sie nur geworden, wenn wir die Grossschreibung der Nomen (Hauptwörter) abgeschafft hätten, also wie im Englischen oder im Französischen nur noch Satzanfänge und wirkliche Eigennamen grossgeschrieben hätten. Die Politiker vor allem Deutschlands fanden in den 90er-Jahren, dass die Kleinschreibung politisch nicht durchsetzbar wäre. Der Lärm, den die jetzige, bescheidenere Reform verursacht hat, hätte aber auch bei Einführung der Kleinschreibung kaum mehr gesteigert werden können. Vielleicht hat die nächste Generation von Politikern mehr Mut — es muss ja nicht noch einmal hundert Jahre dauern bis zur nächsten Anpassung der Rechtschreibung.
Peter Gallmann, Tages-Anzeiger, 28. 9. 2000
Der Literaturnobelpreisträger Günter Grass fordert die Zeitungen dazu auf, „zur bewährten und besseren Rechtschreibung zurückzukehren." Das entspreche dem Willen der Mehrheit.
Süddeutsche Zeitung, 7. 8. 2000. — Apropos «bewährt» und «besser»:
Zürich-Express, 7. 9. 2000
In der Schweiz und vor allem in Österreich gibt es eine mächtige Widerstandsbewegung gegen die Reform. Wie ist es möglich, dass Sie davon nichts wissen?
Theodor Ickler (leserbrief, Die Woche, 11. 8. 2000)
Auffällig etwa, wie wenig Niederschlag die neue deutsche Debatte in der Schweiz fand.
Ralph Pöhner (Facts, 10. 8. 2000)

Dahinter steckt immer ein kluger Kopf.
Eigenwerbung der
Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Dahinter steckt immer ein schlaues Trotzköpfchen.
die tageszeitung, 28. 7. 2000
Dahinter stecken viele kluge Köpfe.
Ganzseitige werbung des
Dudenverlags für die am 25. august erscheinende neuauflage des rechtschreibdudens, u. a. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5. 8. 2000
 |
Der Zürcher Bildungsdirektor [= kultusminister] Ernst Buschor will an Schule und Uni mehr Naturwissenschaften und Informationstechnologie. 20 minuten (Zürich), 26. 6. 2000 |
Eine [echte] ortografiereform bietet die einzigartige gelegenheit, den schulstoff schlagartig zu entlasten, ohne dass dadurch der geringste schaden entsteht. (Alfons Müller-Marzohl, Sprachspiegel. 1988, nr. 2)
Wie viele unnöthige mühe und plage nähmen wir unseren schreibeschülern ab, wie vielen verdruss und widerwillen ersparten wir ihnen, wie leicht und angenehm machten wir ihnen die ganze schreiberei, wenn wir sie mit den grossen buchstaben verschonten. (Wilhelm Friedrich Schubert, Ueber den gebrauch der grossen buchstaben vor den hauptwörtern der deutschen sprache, 1817, s. 48)
Wer die Konfrontation scheut, wird den Konsens nie finden.
Peter Gillies, Die Welt, 24. 4. 1998
Neu im dienste von konfrontation und konsens: unser
forum (zur verfügung gestellt von
parsimony.net).
Ich bin kein Freund dieser neuen sogenannten Rechtschreibung. Man hat da lauter halbe Dinge gemacht. Das Hauptproblem wäre eigentlich die Groß- und Kleinschreibung. Geht man über zu einer

gemäßigten Kleinschreibung, ist sowieso klar, daß nicht die Großbuchstaben völlig eliminiert, daß sie aber zurückgedrängt werden.
Ernst Jandl, gestorben am 9. 6., Die Presse, 6./7. 9. 1997
Alles Wichtige im Internet beginnt mit einem C [. . .]: Content, Commerce, Community. [. . .] Jetzt scheint sich den magischen IT-Koordinaten ein weiteres C hinzuzugesellen — zumindest, wenn man die Rechtschreibung etwas strapaziert: Cunst.
Sandra Garbers: Generation @ sorgt für Boom auf Kunstmarkt. Die Welt, 30. 5. 2000
Das geburtstagskind meint:
Wer mit 50 alles anders machen möchte, gibt zu, dass er bis dahin alles falsch gemacht hat.
Thomas Gottschalk, der am 18. 5. 2000 50 wurde, laut Bild
Und das andere geburtstagskind meint: Am besten macht man immer alles anders, z. b. in sachen
rechtschreibung. (Der redaktor dieser webseiten, der ebenfalls
am 18. 5. 2000 50 wurde.)
Dies gelesen:
Eine offizielle Meinung zur Rechtschreibreform, so Kurtenbach, habe die
"Stiftung Lesen" nicht. "Uns ist es wichtig, dass die Menschen überhaupt lesen."
Allgemeine Zeitung (Main-Rheiner), 1. 5. 2000
Dies gelesen:
Gruppen wie der "Bund für vereinfachte Rechtschreibung" rufen im Internet auch weiterhin zum Widerstand auf, und die Initiative "Wir gegen die Rechtschreibreform" freute sich diebisch, als der Post ein "dass"-Schreibfehler auf der Albert-Schweitzer-Briefmarke unterlief.
Jens Meifert, Kölnische Rundschau, 19. 4. 2000
Und das gedacht: Wir freuen uns manchmal auch diebisch (
Fundsachen), aber wir verstehen unseren «widerstand» doch etwas anders als die gruppen mit einem «gegen» im namen. In bezug auf die vermehrte grossschreibung ist es zwar in der tat ein widerstand, aber wir versuchen, das hindernis im vorwärts- und nicht im rückwärtsgang zu überwinden.
Dies gelesen:
Was die historisch gewachsenen Orthographien der grossen Kultursprachen anbelangt, sollte man vielleicht die Maxime beherzigen, die da auf EDV-deutsch lautet: Never touch a running system.
Harro Stammerjohann, Neue Zürcher Zeitung, 22. 3. 2000
Und das gedacht: Hoffen wir, dass der verfasser wenigstens von edv etwas versteht.
Rechtschreibreform ist eine langstreckendisziplin.
As we marvel at the changes of the last hundred years, we dream of what changes the next hundred, and the next thousand, will bring. And as powerful as our memories are, our dreams must be even stronger. For when our memories outweigh our dreams, we become old [. . .]. So we [. . .] must not fear change. Instead, let us welcome it, embrace it and create it.
Und so mächtig unsere erinnerungen sind, unsere träume müssen noch stärker sein. Sobald unsere erinnerungen die träume überwiegen, werden wir alt.
Millenniumsbotschaft des amerikanischen präsidenten Bill Clinton, neujahrsnacht 2000, Washington, D. C.
Dies nicht gelesen:
Was bleibt vom 20. Jahrhundert. Profil, 31. 12. 1999, nr. 1/2000, seiten 57 bis 159
Und das gedacht: Auf den 102 seiten listet das österreichische nachrichtenmagazin viel gutes und schlechtes auf; die rechtschreibreform ist nicht dabei. Schon vergessen? Der Tagesspiegel vom 28. 12. 1994: «Und doch war es ein Jahrhundertereignis, als sich 17 Experten auf neue Rechtschreibregeln einigten; ähnliches ist zuletzt 1901 geschehen. [. . .] Die Rechtschreibung, dieses scheinbar so trockene Thema, weckt heiße Emotionen.»
Es gibt viele Gründe, aus denen notwendige Reformen blockiert werden können. Mit Einsicht allein ist in der Regel nicht viel zu wollen. Im Zweifel ist die Beharrungskraft stärker. Selbst akute Mißstände bieten keineswegs immer genügend Ansporn zu eingreifender Verbesserung. Oder diese kommt zu spät und bringt zu wenig.
Christian Meier, präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung,
Frankfurter Rundschau, 20. 11. 1999 (vgl. auch Fundsachen.)
Wir haben genug der worte und entschliessen uns zur tat.
Aus dem protokoll der gründungsversammlung des BVR am 7. september 1924
Der Bund für vereinfachte rechtschreibung ist 75 jahre alt.
Siehe pressemitteilung.
Obwohl die schule für die rechtschreibung ein nicht mehr vertretbares mass an zeit und kraft aufwendet, stehen die rechtschreibleistungen dazu in offenem widerspruch.
Ernst Pacolt, 1973
Wir trauern um prof. Ernst Pacolt, Wien, einen der grössten förderer der rechtschreibreform im zu ende gehenden jahrhundert. Er starb am 11. august kurz vor vollendung seines 87. lebensjahrs.
Wer sich mit der entwicklung der deutschen rechtschreibung auseinandersetzt, kann feststellen, dass der reformgedanke so alt wie die rechtschreibung selbst ist.
Ernst Pacolt, 1972
Wir wollten den Leser nicht verunsichern, vor allem soll seine Zeitungslektüre ein sinnliches Vergnügen bleiben.
Albrecht Nürnberger, arbeitsgruppe der nachrichtenagenturen zur umsetzung der rechtschreibreform, als begründung für möglichst geringe veränderungen (Stuttgarter Nachrichten, 28. 7. 1999)
die kleinschreibung ist viel sinnlicher.
H. C. Artmann, österreichischer schriftsteller (profil, 7. 6. 1999)
Dies gelesen:
Von einem bestimmten Alter an beobachtet man manche Dinge mit Interesse, beteiligt sich aber nicht mehr unmittelbar. Das gilt fürs Internet und auch für die Rechtschreibreform.
Johannes Rau, deutscher bundespräsident, Bild, 6. 7. 1999
Und das gedacht: Was hat das mit dem alter zu tun? Das bedürfnis, sich zu informieren, ist so alt wie die menschheit (oder fehlt u. u. ebenso lange), und unser Bund für vereinfachte rechtschreibung ist auch schon älter als der neue deutsche bundespräsident.
So mancher schreibt nämlich schon heute nach neuen Regeln, ohne es zu ahnen.
age, Stuttgarter Zeitung, 28. 3. 1998
Wenn die Erwachsenen — wie ich es selbst getan habe — ihre Kinder fragen, ob sie mit den neuen Regeln zurechtkommen, oder wenn sie eines der Bücher in neuer Schreibung in die Hand nehmen, wird von der Aufgeregtheit nicht viel übrig bleiben.
Monika Hohlmeier, bayerische kultusministerin, Die Presse, 7. 5. 1999
Für den SPIEGEL ist klar: Er wird die Reform ignorieren, es bleibt beim gewohnten Deutsch.
Der Spiegel, 14. 10. 1996, nr. 42, s. 3, Hausmitteilung
Die neue Rechtschreibung wird es bei dem Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» und den Blättern des Hamburger Verlages Gruner + Jahr ab 1. August geben.
Agenturmeldung, 7. 4. 1999
Dies gelesen:
Der Anwalt des jungen Klägers hatte in seinem Plädoyer erklärt, dieser habe in den Schuljahren die alte Schreibweise von Wörtern «auf die mentale Speicherplatte gebannt», was nunmehr «Probleme» schaffe.
Berliner Morgenpost, 25. 3. 1999
Und das gedacht: Was die leute (auch nach noch mehr schuljahren) in wirklichkeit auf die mentale speicherplatte gebannt haben, wird neu in der rubrik
Fundsachen gesammelt.
Dies gelesen:
Wahrscheinlich wird keine demokratische Regierung je wieder an eine Rechtschreibreform auch nur denken. Das ist den zahllosen, in Deutschland immer noch nicht zur Ruhe gekommenen Bürgerinitiativen gegen "das politische Diktat" zu danken.
Michael Cerha, Der Standard (Wien), 20. 3. 1999
Und dies gedacht: Die bürgerinitiative BVR beugt sich dem politischen diktat der fundamentalistischen totalverweigerer nicht. Aber nächstes mal machen wir es besser. Mehr dazu auf diesen seiten.
"Es gibt im moment in diese mannschaft, oh, einige spieler vergessen ihnen profi was sie sind. Ich lese nicht sehr viele zeitungen, aber ich habe gehört viele situationen: Wir haben nicht offensiv gespielt. In diese spiel es waren zwei, drei oder vier spieler, die waren schwach wie eine flasche leer! Diese spieler beklagen mehr als spielen! Muss respektieren die andere kollegen! Haben viel nette kollegen, stellen sie die kollegen in frage! Haben keinen mut an worten, aber ich weiss, was denken über diese spieler! Ist klar diese wörter, ist möglich verstehen, was ich hab' gesagt? Danke. Ich habe fertig."
Von BVR-mitgliedern bei verschiedenen gelegenheiten zum ausdruck gebrachte meinung über andere reformer innerhalb und ausserhalb des BVR.
Früher konnte man Jugendliche nicht dazu bewegen, einmal im Jahr eine Karte an die Tante zu schicken. Heute schreiben sie am Computer wie die Weltmeister. [. . .] Die These, daß unsere Jugend nicht mehr schreibt und liest, stimmt nicht mehr.
Eva-Maria Jakobs, sprachwissenschaftlerin, anlässlich der 21. jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaft in Konstanz, Süddeutsche Zeitung, 27./28. 2. 1999
Die Gegner der Rechtschreibreform wittern für 1999 Morgenluft.
Frankfurter Rundschau, 30. 12. 1998, schlagzeile
Durch die ‹Demokratisierung› der Information mit Hilfe des Webs wird sich mit Sicherheit der Meinungsbildungsprozess in der Öffentlichkeit verändern. Vielleicht wird die Macht von Radio, Fernsehen und den Print-Medien abnehmen, weil diese nicht mehr alleine entscheiden, welche Informationen an die Bevölkerung gelangen. Schliesslich wird bereits mit der Selektion und Aufarbeitung von Nachrichten Politik gemacht.
«PC-Tip», Zürich, 10/1998, Editorial