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Ickler, Theodor: BVR. www.rechtschreibreform.com, 6. 5. 2001

Rechtschreib-Konventikel BVR

Rolf Landolt versieht seine verdienstvolle Presseschau gelegentlich mit spitzen Bemerkungen gegen die Kritiker der Rechtschreibreform. Auch seine „Personalien“-Rubrik ist bemüht, über die Reformkritiker stets die miß- und ungünstigsten Äußerungen (praktischerweise fast immer von den Reformern selbst) zusammenzutragen. Man versteht das nicht so recht, denn auch Landolt kann es nicht entgangen sein, daß die Rechtschreibreform keineswegs die ersehnte Kleinschreibung, sondern im Gegenteil eine absurd vermehrte Großschreibung gebracht hat. Auch sonst erfüllte sich keine seiner Hoffnungen. Was die „liebe zum vergangenen“ betrifft, so führte die Reform bekanntlich zur Wiederherstellung der „Heyseschen s-Schreibung“, zur schon erwähnten vermehrten Großschreibung, die bereits Mitte des 19. Jahrhunderts als „übertrieben“ empfunden und im Zuge der Entwicklung zurückgedrängt wurde, zur barocken Getrenntschreibung von Verbzusätzen usw. Leider ist Landolt Argumenten nicht zugänglich, er diskutiert nicht gern, sondern bleibt bei seiner einmal gefaßten Haltung. Was die anderen Mitglieder seines Vereins dazu sagen, weiß ich nicht. Vielleicht sagen sie gar nichts mehr. Die Internetseiten des BVR machen jedenfalls den Eindruck einer Ein-Mann-Institution: sehr „konsequent“, aber notgedrungen etwas einseitig. Eigentlich schade!

zur kommentierten Meldung

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stellungnahme des BVR


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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR), Rolf Landolt, 2001-6-30