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Ickler, Theodor: Eine Offenbarung. www.rechtschreibreform.com, 5. 6. 2001

Buckeln und treten

Wenn es nicht lächerlich wäre, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen, könnte man Herrn Landolt einiges entgegenhalten. Der Fall scheint mir nur deshalb erwähnenswert, weil er die Rabulistik auf einen bisher ungekannten Höhepunkt treibt. Schon bekannt war allerdings Landolts Verfahren, alles, was ihm nicht paßt, durch Zitate zu erledigen. Nun aber läßt er die Katze selber aus dem Sack: Nicht die Zeitungen, die gegen den Willen von Lesern und Redakteuren die reformierte Rechtschreibung eingeführt haben, treiben Machtmißbrauch, sondern die F.A.Z., die so frech war, diesem Leserwillen zu folgen! Daß das Bundesverfassungsgericht das selbstverständliche Recht, so zu verfahren, noch einmal bekräftigt hat, interessiert Landolt nicht, so gern er sonst der Obrigkeit seine Ergebenheit versichert.

Nur eine Fußnote ist es wert, daß mein Rechtschreibwörterbuch ganz eindeutig mit keinerlei „päpstlichem“ Anspruch auftritt, sondern ausdrücklich als Vorschlag zur Wiederherstellung bzw. Beibehaltung einer sinnvollen Orthographie gekennzeichnet ist.

Insgesamt scheint mir dieser Jahresbericht so aufschlußreich zu sein, daß die Besucher unserer Rechtschreibseiten ihn kennen sollten. Eigentlich müßte den deutschen Reformbefürwortern jede Ähnlichkeit mit Landolt äußerst peinlich sein.

zur kommentierten Meldung

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stellungnahme des BVR


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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR), Rolf Landolt, 2001-6-30